Sottrum (ots) -
Am frühen Freitagmorgen wurden die Feuerwehren Sottrum und Posthausen gegen 5:30 Uhr zu einem brennenden Kleintransporter auf die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich kurz vor der Anschlussstelle Stuckenborstel.
Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauch- und Flammenentwicklung sichtbar. Nach ersten Erkenntnissen war es an dem mit Gefahrstoffen beladenen Transporter zu einer Explosion gekommen. Die Detonation war auch in den Ortschaften Sottrum und Stuckenborstel zu hören. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein großflächiges Trümmerfeld. Fahrzeugteile waren über beide Fahrstreifen verteilt worden, sodass die Autobahn unmittelbar nach Eintreffen der ersten Kräfte in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden musste. Auch die Lärmschutzwand wurde durch die Explosion erheblich beschädigt.
Da die genaue Beladung des Fahrzeugs sowie der Zustand der transportierten Gasbehälter zunächst unklar waren, gingen die Einsatzkräfte mit besonderer Vorsicht vor. Unter anderem befand sich ein rund 600 Liter fassender Sauerstofftank an Bord. Die Brandbekämpfung erfolgte daher zunächst aus größerer Entfernung mit einem B-Hohlstrahlrohr, um die notwendige Sicherheitsdistanz einzuhalten und gleichzeitig eine ausreichende Wurfweite zu erzielen.
Parallel bereiteten die Einsatzkräfte einen Schaumeinsatz vor, der nach ersten Löscherfolgen durchgeführt wurde. Um ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle vorzuhalten, ließ der Einsatzleiter zusätzlich die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Stuckenborstel und Hassendorf nachalarmieren.
Gegen 7:00 Uhr konnte "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Kurze Zeit später war der Brand vollständig gelöscht, sodass die ersten Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden konnten.
Der Fahrer des Transporters konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen. Trotz der Explosion und der umherfliegenden Fahrzeugteile wurde, wie durch ein Wunder, niemand verletzt.
Die Anfahrt zur Einsatzstelle wurde durch mehrere Verkehrsteilnehmer erschwert, die keine ordnungsgemäße Rettungsgasse gebildet hatten.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Sottrum, Stuckenborstel, Hassendorf und Posthausen mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften sowie der Gemeindebrandmeister. Darüber hinaus waren mehrere Streifen der Autobahnpolizei vor Ort. Ebenfalls informiert wurden der Leiter des Gefahrgutzuges des Landkreises Rotenburg (Wümme) sowie die Untere Wasserbehörde. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Zur Schadenshöhe sowie zur Ursache der Explosion kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die weiteren Ermittlungen liegen bei der Polizei.
Rückfragen bitte an:
Timo Finke Freiwillige Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum Pressesprecher
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