Speyer (ots) -
Speyer, 25.09.2026 - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Feuerwehr Speyer am heutigen Freitag an den Berghäuser Altrhein gerufen. Ein Spaziergänger war beim Gassigehen mit seinem Hund unvermittelt im Schlick eingesunken und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Der Mann war gemeinsam mit seiner Ehefrau und dem Hund am Berghäuser Altrhein unterwegs, als er plötzlich bis zu den Knien im Untergrund versank. Bei eigenen Befreiungsversuchen sank er zunehmend tiefer ein und steckte schließlich bis zur Hüfte im Schlick fest. Eine eigenständige Rettung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Seine Ehefrau reichte ihm noch einen Stock zur Stabilisierung und setzte anschließend einen Notruf ab.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten den Mann zunächst gegen ein weiteres Abrutschen beziehungsweise Einsinken. Hierzu kamen unter anderem ein Spineboard und eine Leine zum Einsatz. Ein einfaches Herausziehen war aufgrund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht möglich, da dabei auch eine Gefährdung der Einsatzkräfte bestanden hätte.
Für die Rettung wurde deshalb ein pneumatisch betriebener Rettungssteg eingesetzt. Dieser diente den Einsatzkräften als sichere Arbeitsplattform und ermöglichte ein kontrolliertes Vorgehen. Der im Schlick festsitzende Mann musste anschließend vorsichtig mit Spaten freigeschaufelt werden. Erst danach konnte er aus seiner Zwangslage befreit werden.
Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Neben dem Schrecken blieb für ihn der ungewöhnliche Einsatz ohne weitere gesundheitliche Folgen.
Die zuständige Landesbehörde wurde durch die Feuerwehr über den Einsatz informiert.
Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere an Gewässern und in Bereichen mit Schlick oder weichem Untergrund besondere Vorsicht geboten ist. Der Untergrund kann teilweise nur schwer eingeschätzt werden und birgt die Gefahr, plötzlich einzusinken. Spaziergänger sollten entsprechende Bereiche nicht betreten und bei einer Notlage frühzeitig Hilfe verständigen. Dies kann über einen Notruf per Mobiltelefon oder - wenn dies nicht möglich ist - durch andere Personen in der Umgebung erfolgen.
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