Spielende Schüler haben auf dem Gang einen Wagen mit Chemikalien umgestoßen, dabei ist ein Gefäß zu Bruch gegangen und es breitet sich ein braunes Gas aus.
Um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Feuerwehr bei einem Gefahrstoffaustritt in der Schule zu verbessern, ist eine gemeinsame Übung sinnvoll. Diese Übung kann auch als Öffentlichkeitsarbeit für Schule und Feuerwehr genutzt werden. Die Übung sollte im Vorfeld mit dem Schulleiter und einem Chemielehrer der Schule besprochen werden.
Spielende Schüler haben auf dem Gang einen Wagen mit Chemikalien umgestoßen, dabei ist ein Gefäß zu Bruch gegangen und es breitet sich ein braunes Gas aus. Der Flur wurde durch die Lehrkräfte sofort geräumt, die Schüler in den Klassenzimmer konnten über einen zweiten Rettungsweg schon evakuiert werden. Die BMA wurde durch einen Handfeuermelder ausgelöst, eine Lehrkraft informierte die Leistelle über einen Gefahrstoffaustritt. Beim Eintreffen der Feuerwehr ist der Flur abgeschlossen. Es befinden sich keine Personen mehr im Gebäude. Die Lehrkraft ist bewusstlos im RTW und kann nicht mehr befragt werden.
Erkunden unter einem CSA
a) Beschädigtes Gefäß erkennen: Brom, braune gasende Flüssigkeit
b) Weitere Stoffe: Silbernitrat, Natriumthiosulfat, Heptan, Universalindikator Medium binden, mit Natriumthiosulfat umsetzen.
Luftmessung im Gebäude
Dekontamination
Die lichtinduzierte Bromierung von Heptan ist ein Standard-Brom Schülerversuch. Gefahrstoffaustritte in Schulen betreffen häufig Brom bzw. Brom-Wasser. Entsprechend der DGUV-Vorschriften wird Brom diebstahlsicher gelagert. Bei Arbeiten mit Brom muss Natriumthiosulfat-Lösung zum schnellen Umsetzen bereitgehalten werden.
Stoffdaten: Gefahrstoff Brom UN: 886 /1744 Hazchem: 2XE Dichte höher als Luft Abdichtmaterial: PTFE (Teflon/Glas)
Bindemittel: nicht brennbar Aufbewahrung: Stahl/Glas/Keramik (Nicht Aluminium).