Bei Wartungsarbeiten im Freibad kommt es zu einem massiven Chlorgasaustritt. Zwei Personen gelten als vermisst, das hochgiftige Gas hat sich bereits in tieferliegende Bereiche ausgebreitet. Die Einsatzkräfte müssen unter höchster Schutzstufe vorgehen, um Menschenrettung und Abdichtung durchzuführen.
Diese Chlorgasfreisetzung Feuerwehrübung simuliert einen realistischen ABC Einsatz im Freibad und stellt Einsatzkräfte vor eine schwierige Lage. Das Freibad wird für die Eröffnung 2025 vorbereitet. Während des Wechsels einer Chlorgasflasche im Chlorgaslager kommt es zu einem massiven Chlorgasaustritt. Der Techniker bemerkt das Gasleck und informiert den Bademeister. Dieser setzt umgehend den Notruf ab.
In der näheren Umgebung des Freibades befinden sich – geographisch tieferliegend – Sportplätze und ein großer Parkplatz. Da Chlorgas eine höhere Dichte als Luft aufweist, wird es sich in diese Bereiche ausbreiten und dort möglicherweise eine Gefährdung darstellen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr warten der Bademeister und der Techniker am Sammelpunkt. Der Techniker erklärt, dass er die Neutralisationsanlage überbrückt hat, wodurch das freigesetzte Chlorgas nicht wie vorgesehen gebunden wurde.
Das Gas hat sich hinter der Tür zum Chlorgaslager gesammelt und droht, beim Öffnen unkontrolliert zu entweichen. Zusätzlich besteht der Verdacht, dass sich das Chlorgas über eine Öffnung in die tieferliegende Technikzentrale ausgebreitet hat.
Bei der Befragung durch den Einsatzleiter wird bekannt, dass sich noch zwei Mitarbeiter in der Technikzentrale befinden. Ihre genaue Position ist unklar, und ein telefonischer Kontakt ist nicht möglich. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten muss davon ausgegangen werden, dass sich dort eine hohe Konzentration an Chlorgas angesammelt hat. Die Lage für die eingeschlossenen Personen ist als lebensbedrohlich einzuschätzen.
Die Gefahrstoffübung im Freibad verdeutlicht die besonderen Herausforderungen eines Chlorgasunfalls in tieferliegenden Bereichen.
Die Übung eignet sich besonders für die Durchführung in einem Schwimmbad oder Freibad, da dort die räumlichen und technischen Gegebenheiten wie Chlorgaslager, Technikräume und mögliche tieferliegende Bereiche realitätsnah abgebildet werden können.
Die tatsächlichen topografischen Verhältnisse der jeweiligen Schwimmbäder bzw. Freibäder müssen vor Ort überprüft werden. Die Übungsannahme sollte entsprechend angepasst werden, um eine realistische und sichere Durchführung zu gewährleisten.
Wenn möglich, sollte vorab mit dem Badbetreiber abgestimmt werden, ob das Gelände für eine praktische Übung zur Verfügung steht und welche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.