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LfBK RLP: Bilanz der Vegetationsbrandsaison 2026: LfBK erstellt 55 Lagemeldungen und unterstützte bei zehn Einsätzen direkt vor Ort

19.10.2026
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LfBK RLP: Bilanz der Vegetationsbrandsaison 2026: LfBK erstellt 55 Lagemeldungen und unterstützte bei zehn Einsätzen direkt vor Ort
Koblenz (ots) -

Die Vegetationsbrandsaison 2026 hat den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Bis zum 30. September wurde er zu 182 Einsätzen mit dem Stichwort "Vegetationsbrand groß" und zu 112 Einsätzen mit dem Stichwort "Waldbrand" alarmiert. Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz (LfBK) erstellte im Zusammenhang mit Vegetations- und Waldbränden insgesamt 55 ereignisbezogene Lagemeldungen. Bei zehn Einsatzstellen waren Mitarbeitende des LfBK als Verbindungspersonen des Landes vor Ort. Zudem wurde die Koordinierungsstelle des LfBK im Zusammenhang mit Waldbränden dreimal eingerichtet und betrieben.

Die Waldbrandlage endete nicht an den Landesgrenzen. Brände im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald oder im belgischen Hohen Venn lösten auch in Rheinland-Pfalz Maßnahmen aus. Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz hatte damit nicht nur die Lage im eigenen Land im Blick, sondern auch Entwicklungen jenseits der Grenzen. Eine besondere Situation war die erste landesweite Warnung, die direkt aus dem Lagezentrum heraus bezüglich des Brandrauches insbesondere aus dem Hohen Venn veranlasst wurde und die Menschen in ganz Rheinland-Pfalz unmittelbar erreichte. In einigen Einsätzen wurden Einsatzmaßnahmen im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Nachbarländern wie dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg und auch Nachbarstaaten wie Frankreich und Luxemburg gemeinsam durchgeführt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit war dabei kein Zusatz, sondern ein entscheidender Faktor für eine wirksame Gefahrenabwehr.

"Die Bilanz verdeutlicht, dass größere Vegetations- und Waldbrände nicht nur die örtlichen Feuerwehren fordern. Bei komplexen Einsatzlagen kommt es auch darauf an, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Informationen zusammenzuführen und die überörtliche Koordination zu unterstützen. Die Zusammenarbeit war geprägt von Professionalität und großer Kollegialität aller beteiligten Einsatzkräften", betonte der Präsident des LfBK René Schubert.

Das LfBK unterstützt die Bewältigung größerer Schadenslagen unter anderem durch die Lagebeobachtung und die Erstellung ereignisbezogener Lagemeldungen durch das Lagezentrum Bevölkerungsschutz und den Einsatz von Einsatzfunktionen vor Ort. Bei Bedarf wird die Koordinierungsstelle eingerichtet. Dazu aktiviert das Lagezentrum Mitarbeitende des LfBK, die in einem Stabsraum zusammenkommen und die landesweite Koordination übernehmen. Sie stimmen sich mit den Leitstellen und den Einsatzleitungen vor Ort ab und bündeln die überörtliche Unterstützung. Damit die Einsatzbewältigung auch bei lang andauernden Schadenslagen funktioniert, wird zugleich ein Schichtbetrieb organisiert, der die durchgehende Arbeitsfähigkeit über Stunden und Tage sicherstellt.

"Das Lagezentrum koordiniert zudem den gezielten Einsatz landesweiter Ressourcen: Dazu gehören auch die zwei Wald- und Vegetationsbrandbekämpfungseinheiten des Landes Rheinland-Pfalz mit den landeseigenen acht Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen, die Feuerwehrbereitschaften und Ablösungskräfte für bereits eingesetzte Einheiten sowie Polizeihubschrauber zur Unterstützung der Brandbekämpfung aus der Luft. So werden Kräfte, Fahrzeuge und Luftunterstützung dort zusammengeführt, wo sie am dringendsten gebraucht werden", so Schubert weiter.

Die Waldbrandsaison 2026 wird das LfBK gemeinsam mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz und den in diesem Jahr besonders von Vegetationsbränden betroffenen Gebietskörperschaften auswerten. Ziel ist es, die Erfahrungen aus den Einsätzen systematisch zu analysieren und daraus bei Bedarf konkrete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Waldbrandprävention und -bekämpfung abzuleiten.

Vegetationsbrände können sich unter ungünstigen Witterungs- und Geländebedingungen innerhalb kurzer Zeit zu größeren Einsatzlagen entwickeln. Entscheidend für eine wirksame Gefahrenabwehr sind daher eine frühzeitige Einschätzung der Lage, geeignete Einsatzmaßnahmen und die enge Koordination aller beteiligten Kräfte. Neben Wald- und Vegetationsflächen können auch Lebensräume von Tieren und Pflanzen sowie angrenzende Gebäude und Infrastrukturen betroffen sein.

Rückfragen bitte an:

Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Wahid Samimy E-Mail: [email protected] lfbk.rlp.de

Original-Content von: Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz, übermittelt durch news aktuell

Original-Content von: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/180751/6373662

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