Weinheim (ots) -
Ein arbeitsreicher Freitag und Samstag liegen hinter den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim. Innerhalb von weniger Stunden wurden die Feuerwehrangehörigen zu mehreren sehr unterschiedlichen Einsatzlagen alarmiert. Das Spektrum reichte von Wasserschäden und Kleinbränden über technische Hilfeleistungen bis hin zu einer dringenden Türöffnung. Jeder Einsatz erforderte eine andere Taktik, unterschiedliche Geräte und das fachliche Können der Einsatzkräfte.
Wasserschaden nach Rohrbruch. Feuerwehr verhindert größere Folgeschäden
Am Freitagnachmittag wurde die Feuerwehr zunächst zu einem Wasserschaden in die Nächstenbacher Straße alarmiert. Aus einer Dachgeschosswohnung trat über einen längeren Zeitraum Wasser aus und lief durch die Geschossdecke in die darunterliegende Wohnung.
Beim Eintreffen stellte die Feuerwehr fest, dass der Bewohner der betroffenen Wohnung bereits vor Ort war. Der Mieter der verursachenden Wohnung befand sich jedoch nicht in Weinheim und konnte selbst keine Maßnahmen einleiten. Da der Hauptwasserhahn hinter einer verschlossenen Wohnungstür lag, war ein schnelles Eingreifen erforderlich, um weitere Schäden am Gebäude zu verhindern.
Nach Rücksprache mit dem Vermieter und der Polizei verschafften sich die Einsatzkräfte mit Spezialwerkzeug Zugang zur Wohnung. Anschließend wurde die Wasserversorgung abgestellt. Parallel kontrollierte die Feuerwehr die betroffenen Räume und begann mit der Beseitigung des eingedrungenen Wassers. Hierfür kamen mehrere Wassersauger zum Einsatz. Durch das schnelle Eingreifen konnte die Ausbreitung des Wasserschadens deutlich begrenzt werden.
Brennender Gully schnell unter Kontrolle
Während die Arbeiten am Wasserschaden noch liefen, wurde die Weinheimer Feuerwehr zu einem weiteren Einsatz in den Schlehdornweg alarmiert. Dort brannte Dreck in einem Gully.
Beim Eintreffen hatten Anwohner bereits erste Löschversuche unternommen und das Feuer weitgehend gelöscht. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich sorgfältig und führte Nachlöscharbeiten mit einer Kübelspritze durch. Abschließend wurde der Gully mit einer Wärmebildkamera überprüft, um versteckte Glutnester auszuschließen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Technische Hilfe im Krankenhaus. Ring vom Finger entfernt
Kurze Zeit später unterstützte die Feuerwehr Weinheim das Personal der GRN-Klinik bei einer technischen Hilfeleistung. Eine Patientin hatte einen stark angeschwollenen Finger, sodass ein Ring nicht mehr entfernt werden konnte.
Die Einsatzkräfte versuchten zunächst, den Ring mit einem Ringschneider zu durchtrennen. Nachdem dies aufgrund des Materials nicht möglich war, wurde vorsichtig ein Dremel eingesetzt. Dabei wurden zwei Schnitte in den Ring eingebracht. Anschließend konnte der Ring vorsichtig aufgebogen und ohne weitere Verletzungen vom Finger entfernt werden. Um eine Erwärmung des Materials während der Arbeiten zu vermeiden, wurde der Ring kontinuierlich gekühlt.
Mehrere Keller nach Wasserrohrbruch überflutet
Am Samstagmorgen rückte die Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen zu einem größeren Wasserschaden in die Peter-Nickel-Straße aus.
Nach einem Wasserrohrbruch standen mehrere Keller unter Wasser. Im ersten Gebäude wurden Wasserstände zwischen 35 und 40 Zentimetern festgestellt. Das Wasser war bereits über den Lichtschacht in den Keller eingedrungen. In einem benachbarten Gebäude hatte sich ebenfalls Wasser angesammelt.
Die Feuerwehr setzte mehrere Tauchpumpen, Wassersauger und eine Tauchpumpe ein, um die betroffenen Keller leer zu pumpen. Parallel arbeiteten die Stadtwerke an der Schadensstelle, um die Wasserzufuhr zu unterbrechen und den Rohrbruch zu beheben. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Einsatzstellen an die Stadtwerke übergeben.
Dringende Türöffnung nach Sorge um alleinlebende Person
Am Samstagvormittag wurde die Feuerwehr gemeinsam mit Polizei und Rettungsdienst zu einer dringenden Türöffnung nach Weinheim-Sulzbach alarmiert. Angehörige machten sich Sorgen, nachdem eine ältere Bewohnerin über einen längeren Zeitraum nicht erreichbar war.
Die Einsatzkräfte erkundeten das Gebäude zunächst von außen und prüften verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Nachdem sich kein zerstörungsfreier Zugang herstellen ließ, öffnete die Feuerwehr die Haustür mit Spezialwerkzeug und verschaffte Polizei und Rettungsdienst Zugang zur Wohnung.
Im Inneren bestätigte sich leider die Sorge der Angehörigen. Für die Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle anschließend an Polizei und Rettungsdienst und beendete ihren Einsatz.
Feuerwehr rund um die Uhr für Weinheim im Einsatz
Die Einsätze zeigen wieder einmal eindrucksvoll, wie vielfältig die Aufgaben einer modernen Feuerwehr sind. Neben der Brandbekämpfung gehören technische Hilfeleistungen, Türöffnungen, Wasserschäden sowie die Unterstützung von Polizei, Rettungsdienst und anderen Behörden zum täglichen Einsatzspektrum.
Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Einsatzkräften der beteiligten Abteilungen für ihre Einsatzbereitschaft sowie bei Polizei, Rettungsdienst und den Stadtwerken Weinheim für die jederzeit professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Rund um die Uhr leisten die ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräfte ihren Beitrag, um Menschen zu helfen, Gefahren abzuwehren und Schäden so gering wie möglich zu halten.
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