Stuttgart (ots) -
Zwischemeldung: Extreme Hitze in Stuttgart: Außergewöhnliche Einsatzlage ausgelöst
- Außergewöhnliche Einsatzlage nach Landeskatastrophenschutzgesetz ausgerufen
- Zusätzliche Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes im Dienst
- Hohe Einsatzzahlen der Feuerwehr
Bereits seit Mittwoch sind im Stadtgebiet Stuttgart stark gestiegene Einsatzzahlen zu verzeichnen. Diese Einsätze betreffen insbesondere den Rettungsdienst, aber auch die Feuerwehreinsätze sind doppelt so hoch wie an regulären Tagen. Bereits im Regelbetrieb wurden am Samstag zusätzliche Rettungswagen und Krankentransportwagen der Johanniter Unfallhilfe, DRK, Malteser Hilfsdienst und der Feuerwehr Stuttgart in Dienst genommen. Löschfahrzeuge der Feuerwehr unterstützen mit medizinisch ausgebildeten Einsatzkräfte bei der Erstversorgung. Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr unterstützen aktuell verstärkt bei Feuerwehreinsätzen.
Untere Katastrophenschutzbehörde ruft Außergewöhnliche Einsatzlage aus
Aufgrund weiter stark ansteigenden Einsatzzahlen rief die Landeshauptstadt Stuttgart, vertreten durch die Branddirektion Stuttgart, als Untere Katastrophenschutzbehörde am Samstagabend um 18:30 Uhr eine Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) nach Landeskatastrophenschutzgesetz für das Stadtgebiet Stuttgart aus.
Durch die ausgelöste Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) kommen vorerst vier zusätzliche Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes zum Einsatz. Diese Fahrzeuge werden im ersten Schritt durch die Hilfsorganisationen DLRG und DRK besetzt. Weitere Einheiten von Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe stehen ebenfalls in Bereitschaft. Die AEL läuft vorerst bis zum morgigen Sonntag um 0 Uhr.
Hohe Einsatzzahlen auch bei der Feuerwehr
In den vergangenen Tagen musste die Feuerwehr Stuttgart aufgrund der extremen Temperaturen täglich doppelt so viele Einsätze abarbeiten wie an regulären Tagen. So waren am Mittwoch rund 50 und am Donnerstag und Freitag über 50 Einsätze der Feuerwehr Stuttgart notwendig. Am Samstag waren bis 18 Uhr bereits über 40 Feuerwehreinsätze abzuarbeiten.
Zusätzlich arbeiteten die bis zu zwei Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Stuttgart täglich bis zu 26 Einsätze ab. Zahlreiche weitere medizinische Einsätze wurden durch die weiteren Organisationen im Rettungsdienst abgearbeitet.
Zahlreiche Vegetationsbrände
Seit Mittwoch wurde die Feuerwehr Stuttgart zu rund 25 kleineren und größeren Vegetationsbränden alarmiert. Einen Einsatzschwerpunkt bildete das Gleisvorfeld des Hauptbahnhof Stuttgart. Hier musste die Feuerwehr Stuttgart dreimal tätig werden:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/161590/6303460https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/161590/6303240Brandmeldeanlagen lösen aufgrund der Hitze aus
Auch viele Brandmeldeanlagen lösen aufgrund der hohen Temperaturen aus. Teilweise finden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gebäude mit Raumtemperaturen bis zu 80 °C vor. Beispielsweise aktuell nicht in Betrieb befindliche Büro- und Geschäftsgebäude.
Erhitzter Gastank
Im Gewann Österfeld kam es am Samstagmittag gegen 13:45 Uhr zu einer Gasausströmung aus einem Flüssiggastank. Aufgrund der hohen Temperaturen hatte sich der Tank zu stark erwärmt und das Sicherheitsventil löste aus. Durch Kühlung der Feuerwehr und die Einrichtung eines Sonnensegels als Sonnenschutz konnten die Temperaturen reduziert und die Gasausströmung gestoppt werden.
Umfangreiches Informationsangebot
Landeshauptstadt Stuttgart und Feuerwehr stellen auf ihren Websites umfangreiche Informationsangebote bereit:
stuttgart.de/hitze
feuerwehr.stuttgart.de/hitze
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