FW-RS: Wohnungsbrand mit mehreren eingeschlossenen Personen - Vier Menschen durch Feuerwehr gerettet
02.06.2026
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Remscheid (ots) -
Am späten Abend wurde die Feuerwehr Remscheid um 22:17 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in der Julius-Lindenberg-Straße im Remscheider Stadtteil Hasten alarmiert. Mehrere Anwohner hatten den Brand gemeldet. Bei der Alarmierung war zunächst unklar, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Daraufhin wurden die Löscheinheit Hasten, der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie der Rettungsdienst zur Einsatzstelle entsandt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr bestätigte sich die Meldung. Die Brandwohnung im ersten Obergeschoss stand bereits in Vollbrand. Mehrere Bewohner machten sich an den Fenstern bemerkbar, da sie das Gebäude aufgrund der starken Rauchentwicklung im Treppenraum nicht mehr selbstständig verlassen konnten. Da sich die Einsatzlage für die ersten Kräfte zunächst sehr unübersichtlich darstellte und die Anzahl möglicher Betroffener nicht absehbar war, wurde eine umfangreiche Nachalarmierung durchgeführt. Hierzu wurden unter anderem eine Rettungsdienstkomponente aus Wuppertal, der Leitende Notarzt des Bergischen Städtedreiecks sowie zahlreiche weitere Feuerwehrkräfte alarmiert. Umgehend wurde die Menschenrettung durch mehrere Trupps unter Atemschutz eingeleitet. Die Rettung erfolgte sowohl über den Treppenraum als auch über mehrere tragbare Leitern und eine Drehleiter. Insgesamt mussten vier Personen durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Eine weitere Person wurde bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr durch Nachbarn ins Freie gebracht. Eine der geretteten Personen erlitt schwere Verletzungen und wurde nach notärztlicher Versorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zwei weitere Personen wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Aufgrund der Intensität des Brandes griff das Feuer auf der Gebäuderückseite auf Teile des Dachstuhls über. Zur Brandbekämpfung wurden insgesamt vier C-Rohre sowie ein weiteres Rohr über eine Drehleiter eingesetzt. Für die Ablöschung von Glutnestern sowie zur Kontrolle des übrigen Dachstuhls kamen Einsatzkräfte zum Einsatz, die mit einem Absturzsicherungssystem auf dem Dach arbeiteten. Für die Betreuung der rund 30 Bewohner wurde eine Betreuungseinheit des Deutschen Roten Kreuzes eingesetzt. Im Einsatz waren ca. 70 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Remscheid, als auch der Rettungsdienst aus Wuppertal, der Leitende Notarzt des Bergischen Städtedreiecks, das Deutsche Rote Kreuz Remscheid sowie ein Bus der Stadtwerke Remscheid. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.