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FW-OLL: Schwimmer in der Hunte vermisst - Rettungstaucher finden leblosen Mann in knapp zwei Metern Wassertiefe

27.10.2026
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FW-OLL: Schwimmer in der Hunte vermisst - Rettungstaucher finden leblosen Mann in knapp zwei Metern Wassertiefe
Wardenburg / Tungeln (ots) -

Ein dramatischer Wasserrettungseinsatz hat am Dienstagmorgen zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und Polizei in Tungeln gefordert. Um 7:28 Uhr wurde die Feuerwehr Wardenburg zu einer Kanu-Einstiegsstelle an der Oldenburger Straße alarmiert. Dort war ein Schwimmer in der Hunte untergegangen und nicht wieder aufgetaucht. Nach einer umfangreichen Suche konnte der leblose Mann schließlich von Rettungstauchern aus dem Wasser geborgen und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus transportiert werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren am frühen Morgen zwei Personen gemeinsam zum Schwimmen in die Hunte gestiegen. Hierzu nutzten sie einen kleinen Steg an der dortigen Kanu-Einstiegsstelle. Während des Schwimmens tauchte einer der beiden Männer plötzlich unter. Sein Begleiter ging zunächst davon aus, dass dieser sich einen Scherz erlaubte. Als der Schwimmer jedoch auch nach einiger Zeit nicht wieder an der Wasseroberfläche erschien, erkannte er den Ernst der Situation und alarmierte die Rettungskräfte.

Neben der Feuerwehr Wardenburg wurden daraufhin auch die DLRG-Ortsgruppe Oldenburg-Stadt sowie die Wasserrettung mit den Rettungstauchern der Feuerwehr Oldenburg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich die Wasseroberfläche der Hunte völlig ruhig. Von der vermissten Person fehlte jede Spur. Die Feuerwehr Wardenburg brachte umgehend ihr Rettungsboot zu Wasser und leitete erste Suchmaßnahmen ein. Zwei mit Neoprenanzügen ausgerüstete Strömungsretter begaben sich zusätzlich ins Wasser. Angeleint und mit Suchstangen sowie weiteren Hilfsmitteln versuchten sie, die vermisste Person im Bereich der Einstiegsstelle aufzuspüren. Die ersten Suchmaßnahmen blieben jedoch erfolglos.

Parallel dazu forderte der Einsatzleiter die Drohnengruppe der Feuerwehr Littel zur Unterstützung an. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera befand sich bereits im Anflug auf die Einsatzstelle. Sowohl aus der Luft durch den Polizeihubschrauber als auch mithilfe der Feuerwehrdrohne wurde der betroffene Abschnitt der Hunte abgesucht. Trotz der umfangreichen Maßnahmen konnte die vermisste Person zunächst nicht lokalisiert werden.

Mit dem Eintreffen der Rettungstaucher der Feuerwehr Oldenburg wurde die Suche unter Wasser intensiviert. Die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte rüsteten sich mit Tauchgeräten aus und begannen unmittelbar im Bereich des Steges mit der Suche. Bereits kurze Zeit später gelang es ihnen, den leblosen Körper des vermissten Schwimmers in einer Wassertiefe von etwa 1,90 Metern unmittelbar an der Einstiegsstelle zu finden.

Der Mann wurde umgehend aus dem Wasser gebracht und an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. Dieser leitete sofort umfangreiche Reanimationsmaßnahmen ein. Anschließend wurde der Patient unter weiterer medizinischer Versorgung in ein Krankenhaus transportiert. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand liegen der Feuerwehr keine Informationen vor.

Gefahren beim Schwimmen in kalten Gewässern nicht unterschätzen

Der Einsatz verdeutlicht erneut die besonderen Risiken, die mit dem Schwimmen in natürlichen Gewässern verbunden sein können. Die Wassertemperatur der Hunte lag zum Einsatzzeitpunkt bei ungefähr zwölf Grad Celsius. Hinzu kommt, dass die Strömungsverhältnisse eines Flusses von außen nur schwer einzuschätzen sind. Auch wenn die Wasseroberfläche ruhig erscheint, kann unterhalb der Oberfläche eine durchaus spürbare Strömung herrschen.

"Das Schwimmen in kalten Gewässern birgt grundsätzlich gewisse Risiken. Gerade niedrige Wassertemperaturen und mögliche Strömungen können für Schwimmer schnell zu einer ernsthaften Gefahr werden", erklärt Feuerwehrpressesprecher Matthias Witthöft.

Positiv bewertet der Pressesprecher, dass die beiden Schwimmer nicht allein unterwegs waren. "Die beiden Männer hatten bereits eine wichtige Vorsichtsmaßnahme getroffen, indem sie gemeinsam ins Wasser gegangen sind. Dadurch war es dem Begleiter möglich, die Notlage zu erkennen und Hilfe zu alarmieren. Dennoch zeigt dieser Einsatz auf tragische Weise, wie schnell aus einer vermeintlich harmlosen Freizeitaktivität eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann."

Welche Umstände letztlich dazu führten, dass der Mann unter Wasser geriet und nicht selbstständig wieder auftauchen konnte, ist derzeit nicht bekannt. Ein Zusammenhang mit der Wassertemperatur oder den Strömungsverhältnissen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht herstellen.

Rund 30 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt

An dem Wasserrettungseinsatz waren die Feuerwehr Wardenburg, die Drohnengruppe der Feuerwehr Littel, die Wasserrettung mit den Rettungstauchern der Feuerwehr Oldenburg sowie die DLRG-Ortsgruppe Oldenburg-Stadt beteiligt. Darüber hinaus waren ein Rettungswagen und ein Notarzt der Feuerwehr Oldenburg sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber im Einsatz.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte in die Such- und Rettungsmaßnahmen eingebunden. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die Maßnahmen der Feuerwehr beendet werden und die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Zur genauen Ursache des Unglücks kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

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Pressestelle: (OTS)

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