Wildeshausen (ots) -
Ein größerer Stromausfall im Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen hat am Freitagmorgen zu einem umfangreichen Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei geführt. Gegen 9 Uhr fiel die Stromversorgung des Hauses aus. Mehrere Patientinnen und Patienten mussten in umliegende Kliniken verlegt werden. Verletzt wurde niemand.
Nach der Alarmierung übernahm zunächst der Rettungsdienst die Erkundung und im weiteren Verlauf die Führung der Lage sowie die Festlegung des Kräfteansatzes. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Bereiche des Krankenhauses betroffen sind und ob Patientinnen und Patienten evakuiert werden müssen.
Da zunächst nicht absehbar war, wie lange die Störung andauern würde, und auch weitere Umstände in der Anfangsphase unklar waren, entschieden die Verantwortlichen frühzeitig, mehrere Patientinnen und Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen.
Daraufhin wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Zwei Rettungshubschrauber landeten auf dem Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus und übernahmen Transporte in umliegende Kliniken. Ergänzend waren Rettungswagen und Krankentransportwagen aus dem Landkreis Oldenburg, aus benachbarten Landkreisen sowie aus der Stadt Oldenburg im Einsatz.
Zusätzlich wurden mehrere Schnelleinsatzgruppen (SEG) alarmiert, die unter anderem mit Transportfahrzeugen unterstützten und am Krankenhaus in Bereitstellung gingen, um bei weiterem Transportbedarf kurzfristig eingreifen zu können.
Seitens der Feuerwehr kam der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr Oldenburg zum Einsatz. Er wurde am Haupteingang platziert und diente als zentrale Schnittstelle für die Koordination in enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Die Feuerwehr Wildeshausen entsandte darüber hinaus ein Löschfahrzeug, um für Eventualitäten gerüstet zu sein und den Brandschutz sicherzustellen - die Brandmeldeanlage war durch den Stromausfall kurzzeitig ausgefallen.
Für die Öffentlichkeitsarbeit bildeten die Pressestelle der Kreisfeuerwehr Oldenburg, der Pressesprecher der Feuerwehr Wildeshausen und die Geschäftsleitung eine gemeinsame Pressestelle, die vor Ort für Nachfragen zur Verfügung stand.
Landrat Dr. Christian Pundt sowie der Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski machten sich nach entsprechender Alarmierung selbst ein Bild von der Lage. Beide unterstützten dort, wo Bedarf bestand - unter anderem bei der Koordination von Halte- und Aufstellmöglichkeiten im Bereich der gegenüberliegenden Schule sowie in der Einsatzleitung.
"Das Zusammenspiel und die Verzahnung zwischen Krisenmanagement, Krankenhaus und allen eingesetzten Kräften von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei hat einwandfrei funktioniert", betonte Landrat Dr. Christian Pundt. "Das zeigt einmal mehr: In solchen Lagen sind wir resilient und bleiben handlungsfähig."
Von den Morgenstunden bis in den Mittag hinein waren Einsatzkräfte vor Ort. In mehreren Lagebesprechungen stimmten sich die beteiligten Verantwortlichen ab und leiteten bei Bedarf weitere Maßnahmen ein.
Gegen 12:15 Uhr hatte sich die Lage entspannt. Die Stromversorgung des Krankenhauses ist seit mehreren Stunden wieder sichergestellt.
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