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FW-OLL: Flugzeugabsturz in Ganderkesee: Einsatz nach fast 14 Stunden beendet

26.07.2026
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FW-OLL: Flugzeugabsturz in Ganderkesee: Einsatz nach fast 14 Stunden beendet
Ganderkesee (ots) -

Nach dem Absturz eines Leichtflugzeugs in ein Wohnhaus im Stettiner Weg in Ganderkesee hat die Feuerwehr ihren Einsatz in der Nacht zu Sonntag, 26. Juli 2026, gegen 00:45 Uhr beendet. Beide Insassen des Flugzeugs kamen bei dem Unglück ums Leben. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte beteiligt.

Das Leichtflugzeug war am Samstag, 25. Juli 2026, gegen 10:56 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in einem Wohngebiet abgestürzt und in das Dach eines Einfamilienhauses eingeschlagen. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte gegen 10:58 Uhr. Die Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Hauses befanden sich zum Zeitpunkt des Absturzes nicht im Gebäude.

Unmittelbar nach dem Eintreffen leiteten die Einsatzkräfte Maßnahmen zur Menschenrettung ein. Diese gestalteten sich von Beginn an schwierig, da das Flugzeug nicht direkt erreichbar war: Wegen einer möglichen Einsturzgefahr konnte das Gebäude zunächst nicht betreten werden. Hinzu kam, dass der Weg durch das Innere des Hauses durch die Lage des Flugzeugs versperrt war. Ein Zugang zum Flugzeug von innen war damit ausgeschlossen. Auch von oben über eine Drehleiter war ein direkter Zugang nicht möglich. Aus dieser Position konnte lediglich eine Person im Flugzeug lokalisiert werden, die offensichtlich bereits verstorben war.

Nach den Erkenntnissen der Feuerwehr hatten sich zwei Personen an Bord befunden. Da zunächst unklar war, wo sich die zweite Person aufhielt, wurde eine Suche im Nahbereich der Absturzstelle eingeleitet, die ohne Ergebnis blieb. Um überhaupt am Gebäude arbeiten zu können, ließ die Feuerwehr die Statik des Hauses fachlich beurteilen. Anschließend wurde das Wrack mit einem Kran der Berufsfeuerwehr Bremen so weit angehoben, dass eine Zugangsöffnung geschaffen werden konnte. Dabei wurde die zweite Person im Wrack lokalisiert. Für beide Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Parallel zu diesen Maßnahmen sicherten die Einsatzkräfte ausgetretene Betriebsstoffe des Flugzeugs. Aus Sicherheitsgründen wurde der gesamte Straßenzug Stettiner Weg vorübergehend von der Stromversorgung getrennt. Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von rund 100 Metern mussten ihre Häuser verlassen. Für sie richteten die Einsatzkräfte eine Anlaufstelle im Schützenhof Ganderkesee ein, wo sie versorgt und durch das Kriseninterventionsteam des Landkreises Oldenburg betreut wurden. Im Laufe des Nachmittags konnten sie in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die anschließende Bergung des Flugzeugs aus dem Dach nahm mehrere Stunden in Anspruch. Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Wrack von der Einsatzstelle abtransportiert. Danach sicherten die Einsatzkräfte den beschädigten Dachstuhl sowie den Schornstein des Gebäudes gegen ein Nachstürzen von Bauteilen. Dabei kam ein Kran des Technischen Hilfswerks Bremen zum Einsatz. Erst im Anschluss konnte die Einsatzstelle verlassen werden.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Ganderkesee, Bergedorf und Falkenburg sowie der Fachzug Information und Kommunikation des Landkreises Oldenburg. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch Spezialkräfte der Berufsfeuerwehr Bremen, dem Technische Hilfswerk aus Hude und Bremen, dem Rettungsdienst im Landkreis Oldenburg, dem Kriseninterventionsteam sowie der Polizei.

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