Ahlhorn (ots) -
Am Freitagnachmittag gegen 15:30 Uhr wurde die Feuerwehr Ahlhorn mit dem Stichwort "Feuer 3 - Menschenleben in Gefahr" zu einem Mehrfamilienhaus in die Mozartstraße in Ahlhorn alarmiert.
Da beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zunächst unklar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, begab sich umgehend ein Angriffstrupp unter Atemschutz zur Personensuche in das erste Obergeschoss des Wohnhauses. Nachdem sichergestellt werden konnte, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, richtete Einsatzleiter René Aberle den Fokus auf die Brandbekämpfung im Kellerbereich.
Dort war es aus bislang unbekannten Gründen zu einer Brandentwicklung in einem Kellerraum gekommen. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung mit tiefschwarzem Brandrauch sowie Temperaturen von schätzungsweise bis zu 900 Grad Celsius gestalteten sich die Löscharbeiten äußerst schwierig. Zur Unterstützung der Brandbekämpfung wurde über ein Seitenkellerfenster zusätzlich Löschschaum eingesetzt.
Aufgrund der anspruchsvollen Einsatzlage und des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden zunächst die Feuerwehr Großenkneten und später auch die Feuerwehr Sage zur Unterstützung alarmiert. Ebenfalls zur Einsatzstelle beordert wurden der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises Oldenburg, ein Rettungswagen sowie die Polizei.
Da die Lage zu Beginn des Einsatzes noch unübersichtlich war, wurde außerdem die Drehleiter aus Cloppenburg alarmiert. Diese musste jedoch letztlich nicht eingesetzt werden und konnte die Rückfahrt antreten.
Feuerwehr Pressesprecher Matthias Witthöft: "Die sommerlichen Temperaturen von rund 28 Grad Celsius stellten für die Einsatzkräfte in ihrer schweren Schutzkleidung eine zusätzliche Belastung dar. Während des gesamten Einsatzes wurde daher besonderes Augenmerk auf die Versorgung der Kräfte mit ausreichend Getränken gelegt. Um das sicherzustellen wurde nun noch die SEG Verpflegung der Johanniter hinzugezogen"
Die Feuerwehren der Gemeindefeuerwehr Großenkneten waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit noch an.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine verletzten Personen bekannt.
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