Presseportal

FW-OB: Extreme Hitze fordert Feuerwehr und Rettungsdienst - Freiwillige Feuerwehr unterstützt Berufsfeuerwehr

26.06.2026
0 Aufrufe
4 Min. Lesezeit
FW-OB: Extreme Hitze fordert Feuerwehr und Rettungsdienst - Freiwillige Feuerwehr unterstützt Berufsfeuerwehr
Oberhausen (ots) -

Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region eine Warnung vor extremer Hitze herausgegeben. In Oberhausen werden derzeit Temperaturen von rund 39 °C erreicht. Die anhaltend hohen Temperaturen wirken sich zunehmend auf das Einsatzgeschehen aus. Insbesondere der Rettungsdienst verzeichnet seit mehreren Tagen ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen.

Üblicherweise leisten die Rettungsmittel der Feuerwehr Oberhausen in einem Zeitraum von 24 Stunden rund 25 Einsätze je Wachgebiet. Bereits um 19:00 Uhr - also nach lediglich zwölf Stunden - hatten die Rettungsmittel im Wachgebiet 1 bereits 32 Einsätze und im Wachgebiet 2 bereits 26 Einsätze abgearbeitet. Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht die außergewöhnliche Belastung für die Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr Oberhausen hat auf diese Entwicklung reagiert und die Freiwillige Feuerwehr zur Unterstützung der aktuellen Dienstschicht hinzugezogen. An den Feuerwachen 1 und 2 besetzen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr jeweils ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und stehen dort einsatzbereit zur Verfügung. Dadurch wird die Berufsfeuerwehr entlastet und kann bei kurzfristigen Personalengpässen, insbesondere im Rettungsdienst, flexibel reagieren. Ziel der Maßnahme ist es, bei Bedarf überlastete Einsatzkräfte kurzfristig aus dem Einsatzdienst herauszulösen. Die Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr übernehmen in dieser Zeit Einsätze, die ansonsten von der Berufsfeuerwehr wahrgenommen würden.

Bereits im Verlauf des heutigen Tages machte sich diese Unterstützung bei zwei Einsatzlagen erforderlich.

Um 15:06 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand an der Antoniestraße alarmiert. Im Garten eines Wohngebäudes brannte eine etwa 35 Quadratmeter große hölzerne Gartenhütte. Aufgrund der trockenen und teilweise windigen Witterung breitete sich das Feuer rasch auf eine angrenzende Garage, einen Schuppen im Nachbargarten sowie auf die umliegende Vegetation aus. Während des Brandverlaufs waren mehrere Explosionen, vermutlich verursacht durch Propangasflaschen, zu hören. Bereits auf der Anfahrt war die schwarze Rauchentwicklung von beiden Feuerwachen aus deutlich sichtbar.

Zur Brandbekämpfung setzten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr insgesamt vier C-Rohre ein. Die Brandbekämpfung erfolgte unter Atemschutz und in der üblichen persönlichen Schutzausrüstung für Brandeinsätze. Diese schützt zwar zuverlässig vor den Gefahren eines Brandes, stellt bei den derzeitigen Außentemperaturen jedoch eine erhebliche körperliche Belastung dar. Drei Einsatzkräfte mussten ihre Tätigkeiten aufgrund von Erschöpfungssymptomen vorübergehend unterbrechen, konnten nach einer kurzen Erholungspause ihre Aufgaben jedoch wieder aufnehmen. Die Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei den Anwohnerinnen und Anwohnern, die die Einsatzkräfte während des Einsatzes mit kalten Getränken und Eis versorgten.

Um sämtliche Brandbereiche kontrollieren zu können, mussten die Einsatzkräfte neben dem betroffenen Grundstück auch mehrere angrenzende Gärten betreten. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die Brandstellen mit Wärmebildkameras auf verbliebene Glutnester kontrolliert und anschließend mit Löschschaum abgedeckt. Die durch Brandrauch kontaminierten Einsatzgeräte wurden durch den speziell hierfür vorgehaltenen Gerätewagen-Hygiene zur Reinigung und Aufbereitung abtransportiert.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Noch während die Löscharbeiten an der Antoniestraße andauerten, wurde die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Oberhausener Süden alarmiert. Da noch zahlreiche Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr an der Einsatzstelle gebunden waren, wurden zwei Löschfahrzeuge der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr angefordert. Vor Ort stellte sich die Auslösung der Brandmeldeanlage als Fehlalarm heraus. Auch mehrere weitere Alarmierungen von Brandmeldeanlagen und Heimrauchmeldern im Tagesverlauf erwiesen sich glücklicherweise als Fehlalarme.

Die Feuerwehr Oberhausen bedankt sich ausdrücklich bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr für die kurzfristige und unkomplizierte personelle Unterstützung sowie die gewohnt hervorragende Zusammenarbeit. Gerade bei außergewöhnlichen Einsatzlagen wie der aktuellen Hitzewelle zeigt sich erneut der hohe Wert des ehrenamtlichen Engagements und des engen Zusammenwirkens von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr.

Angesichts der anhaltenden Hitze weist die Feuerwehr Oberhausen auf die erhöhte Brandgefahr hin und bittet die Bevölkerung um besondere Vorsicht im Umgang mit offenem Feuer und anderen möglichen Zündquellen. Gleichzeitig appelliert sie an alle Bürgerinnen und Bürger, sich ausreichend vor den hohen Temperaturen zu schützen, genügend zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu meiden und auf besonders gefährdete Menschen im persönlichen Umfeld zu achten.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Oberhausen Jörg Lange-Hegermann, Einsatzleiter am 26.06.2026 Telefon: 0208 8585-1 E-Mail: [email protected]

Original-Content von: Feuerwehr Oberhausen, übermittelt durch news aktuell

Original-Content von: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/115881/6303258

Pressestelle: (OTS)

Keine Kommentare

Sortieren nach
G