Neumünster (ots) -
Am Dienstag, den 30. Juni 2026, wurde die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Neumünster gegen 08:18 Uhr durch mehrere Anrufer über eine starke und unklare Rauchentwicklung in einem Lagerhallenkomplex in der Wrangelstraße im Stadtteil Wittorf informiert. Daraufhin wurden der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Neumünster-Wittorf alarmiert. Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich die gemeldete Rauchentwicklung. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der rückwärtige Bereich der ersten von insgesamt drei Hallen bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte zudem bereits auf eine zweite Halle übergegriffen, die unter anderem als Werkstatt genutzt wurde. Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung wurde das Einsatzstichwort mehrfach erhöht, um weitere Kräfte nachzuführen. Die Brandbekämpfung wurde zunächst im Innenangriff sowie parallel über eine Drehleiter eingeleitet. Der Innenangriff musste jedoch nach kurzer Zeit abgebrochen werden, da sich das Feuer rasch auf beide Hallen ausbreitete und ein sicheres Vorgehen im Inneren nicht mehr möglich war. In der Folge wurden umfangreiche Löschmaßnahmen von außen durchgeführt. Hierbei kamen mehrere handgeführte Strahlrohre, vier Hubrettungsfahrzeuge mit Wasserwerfern sowie mehrere Großwasserwerfer zum Einsatz. Weitere Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet unterstützten die Maßnahmen. Im weiteren Verlauf standen zwei Hallen in Vollbrand. Die als Werkstatt genutzte Halle stürzte im Brandverlauf ein. Ein Übergreifen der Flammen auf die dritte Halle konnte aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht verhindert werden. Auch diese geriet im weiteren Verlauf vollständig in Brand. In zwei der betroffenen Hallen waren große Mengen akkubetriebener Geräte gelagert. Dies erschwerte die Löscharbeiten erheblich und machte den Einsatz besonders personal- und kräfteintensiv. Zur Unterstützung wurden zusätzliche Einsatzkräfte aus den Kreisen Segeberg, Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie aus den Städten Kiel, Lübeck und Hamburg nachalarmiert. Neben den Feuerwehren waren zahlreiche weitere Organisationen im Einsatz. Aufgrund der Vielzahl an beteiligten Kräften kann an dieser Stelle nur eine Auswahl genannt werden. Unter anderem waren beteiligt: die Berufsfeuerwehr Kiel, die Feuerwehr Lübeck, die Freiwillige Feuerwehr Kiel-Wellsee, die Werkfeuerwehren aus Kiel und Heide, das Landeszentrallager Katastrophenschutz in Boostedt, die Technische Einsatzleitung mit Drohneneinheit sowie der Einsatzleitwagen 2 zur Führungsunterstützung, die Regieeinheit, das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser, der Löschzug Gefahrgut 2, das Technische Hilfswerk aus mehreren Ortsverbänden, spezialisierte Unternehmen mit schwerem Gerät, das Technische Betriebszentrum Neumünster, die untere Bodenschutzbehörde der Stadt Neumünster, der Notdienst der Stadtwerke Neumünster (SWN Strom) sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn. Die Betreuung der Einsatzkräfte wurde durch das Deutsche Rote Kreuz und die Regieeinheit sichergestellt. In der Spitze waren rund 300 Einsatzkräfte gleichzeitig vor Ort, im weiteren Verlauf wurde die Kräftezahl sukzessive reduziert. Zur Bekämpfung der zahlreichen Glutnester wurden die Hallen mithilfe von Baggern schrittweise zurückgebaut. Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die zeitweise über mehrere Kilometer sichtbar war, wurde über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Warnmeldung an die Bevölkerung herausgegeben. Diese wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die in unmittelbarer Nähe verlaufende Bahnstrecke wurde aufgrund der Rauchentwicklung sowie notwendiger Einsatzmaßnahmen im Gleisbereich vorübergehend gesperrt. Zudem wurde das betroffene Gebäude durch die Stadtwerke vollständig stromlos geschaltet. Der Einsatz für die letzten Kräfte vor Ort konnte am Donnerstag, den 2. Juli 2026, gegen 18:00 Uhr beendet werden. Insgesamt erstreckten sich die Maßnahmen damit über rund 58 Stunden.
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Thomas Römer Feuerwehr Neumünster Lagedienst / B-Dienst Telefon: 04321 - 942 6988 E-Mail:
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