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FW-MH: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr tauft zwei neue Rettungsboote

28.10.2026
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FW-MH: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr tauft zwei neue Rettungsboote
Mülheim an der Ruhr (ots) -

Am Dienstagnachmittag, den 27. Oktober 2026, hat die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr um 15:00 Uhr am Wasserbahnhof zwei neue Rettungsboote mit einer feierlichen Bootstaufe in Dienst gestellt. Die Boote tragen die Namen "Branddirektor Boehme" und "Branddirektor Sorge". Sie übernehmen ab sofort die Aufgaben der bisherigen Rettungsboote, die rund 30 Jahre im Einsatz waren.

An der Bootstaufe nahmen Oberbürgermeister Marc Buchholz, Pfarrer Guido Möller und der Leiter der Feuerwehr, Sven Werner, teil. Ebenfalls anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, von der Bezirksregierung Düsseldorf und vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Duisburg. Außerdem waren die in der Wasserrettung tätigen Hilfsorganisationen vertreten: das Technische Hilfswerk (THW), die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Beide Boote tragen die Namen ehemaliger Leiter der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr. Branddirektor Paul Sorge leitete die Feuerwehr von 1924 bis 1934. Branddirektor Hans-Jürgen Boehme stand von 1970 bis 1997 an ihrer Spitze.

Bisher musste die Feuerwehr bei Einsätzen auf der Ruhr zunächst ein Rettungsboot mit einem Kran zu Wasser lassen. Erst danach konnte die Besatzung zur Einsatzstelle fahren. Die beiden neuen Boote haben dagegen feste Liegeplätze auf der Ruhr. Im Einsatzfall fahren die Einsatzkräfte mit einem kleineren Einsatzfahrzeug zum jeweiligen Liegeplatz und starten das Boot dort direkt. Das zeitaufwendige Trailern und Kranen entfällt. Damit sind Einsatzstellen zwischen der Schleuse Raffelberg und dem Wasserbahnhof sowie zwischen dem Wasserbahnhof und Kettwig schnell erreichbar.

Beide Mehrzweck- und Rettungsboote (MZB) sind vom Typ "Faster 73 CAT" der Werft "Nordland Hansa".

Über eine Bugklappe kann die Besatzung direkt am Ufer anlanden. Personen, Taucher oder Treibgut lassen sich so sicher und rückenschonend aus dem Wasser aufnehmen. Die Klappe ist 1,50 Meter breit und eignet sich auch für Rollstühle, Krankentragen und Rettungsschlitten. Zusätzlich verfügt jedes Boot über einen Kran, mit dem Lasten bis zu 150 Kilogramm aus dem Wasser gehoben werden können.

Zur Brandbekämpfung von der Wasserseite aus ist eine Halterung für eine Feuerlöschpumpe vorhanden. Die Pumpe kann direkt an einen manuellen Wasserwerfer angeschlossen werden. Auf dem gesamten Freideck ist ein modulares Schienensystem verbaut. Sitzbänke, Gerätekisten und die Pumpenhalterung lassen sich ohne Werkzeug versetzen oder vollständig abbauen. So steht bei Bedarf mehr freie Arbeitsfläche zur Verfügung.

Jedes Boot hat zwei Motoren. Fällt einer davon aus, bleibt das Boot voll manövrierfähig und einsatzbereit. Die Katamaran-Bauweise sorgt für eine ruhige Lage im Wasser. Dadurch steht die Besatzung beim Arbeiten über Bord sicher.

Zeitnah erhalten die Boote zusätzlich eine Ausstattung für die Ölwehr. Auf jedem Boot werden dann drei Schnelleinsatz-Ölsperren dauerhaft mitgeführt. Damit lassen sich Schadstoffe sofort eindämmen.

Technische Daten:

Gesamtlänge: 7,46 Meter Gesamtbreite: 2,50 Meter Rumpf: Doppelrumpf-Katamaran aus hochfestem, seewasserbeständigem Marine-Aluminium Maximale Personenzahl: 12 Personen einschließlich Besatzung Nutzlast: 1.700 Kilogramm Bugklappe: 1,50 Meter breit (Rumpfausschnitt 1,32 Meter)

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Mülheim an der Ruhr Telefon: 0208-455 92 E-Mail: [email protected] http://www.feuerwehr-muelheim.de

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