München (ots) -
Sonntag, 27. September 2026, 9:30 Uhr
Theresienwiese
Das 191. Oktoberfest ist aus Sicht der Feuerwehr bisher ruhig und einsatztechnisch ereignislos verlaufen.
Die Wiesn startet für die Feuerwehr nicht erst beim Anstich am ersten Samstag: Bereits Wochen vorher laufen die Vorbereitungen an. So werden im Vorfeld alle Änderungen und Neubauten auf dem Festgelände brandschutztechnisch geprüft und mit den Betreiber*innen abgestimmt. Intensiv beschäftigten sich die Kolleginnen und Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes mit den neuen Zelten Bartls Flößerstadl und Bodo's Cafezelt.
Zwei Wochen vor Festbeginn startet dann die heiße Phase für die Dienstkräfte mit der Schlussabnahme: Die 14 Großzelte und zahlreichen Mittelbetriebe werden mehrfachtäglich begangen, damit eventuelle Mängel frühzeitig festgestellt und beseitigt werden können. Auch wenn es augenscheinlich nicht zu erkennen ist, ändern sich jährlich Details im Hintergrund, die abgeklärt werden müssen. Oberste Priorität bei der Prüfung hat immer der Rettungsweg für die Gäste und Einsatzkräfte.
Seit Beginn der Wiesn kontrollieren die Kolleginnen und Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes sämtliche großen Festhallen, Mittelbetriebe sowie das Festgelände selbst. Bei Rundgängen wird stichprobenartig geprüft, ob die Aufbauten auch im Betrieb dem Planstand entsprechen, betriebliche Maßnahmen umgesetzt werden und keine gefährlichen Situationen entstehen. Ziel ist stets dafür zu sorgen, dass Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und wirksam löschen und Hilfe leisten können.
Außerhalb des Festgeländes werden vor dem Fest Fahrzeuge verlegt und auch extra für die Zeit betriebsbereit gemacht. Die Einsatzkräfte werden stadtweit im "Sonderplan Wiesn" geschult. Zudem stellt die Feuerwehr München in der Vorhaltungserhöhung das Personal für die bis zu drei weiteren Notarzteinsatzfahrzeuge im Bereich des Festgeländes.
Im laufenden Betrieb sind auf der Wiesn bis zu 29 Einsatz- und Dienstkräfte der Feuerwehr München auf der Wiesn-Wache vor Ort. Zudem ist in der Integrierten Leitstelle München ein Sonderleitplatz für das Oktoberfest eingerichtet. Sowohl in der Leitstelle als auch vor Ort wird die Feuerwehr wie jedes Jahr von den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Bozen unterstützt. Sie unterstützen am zweiten und dritten Wochenende bei Sprachbarrieren. Sie arbeiten bei Bedarf auch unterstützend mit anderen Dienst- oder Leitstellen zusammen. So wurden sie am Sonntagmorgen zu einem Einsatz von der Leitstelle Fürstenfeldbruck als Übersetzer bei einem Busunfall angefordert.
Zum jetzigen Zeitpunkt verzeichnet die Feuerwehr München lediglich sechs Feuerwehreinsätze (2024: 7; 2025: 7). Vier davon waren kleinere Hilfeleistungen. Am ersten Samstag wurde die Feuerwehr zu einem technischen Defekt eines Fahrgeschäfts gerufen. Hier hatte das Personal mithilfe interner Rettungspläne das Problem aber schon vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelöst.
Ebenfalls am Sonntagmorgen, um 8.47 Uhr ging auf der Wiesenwache die Meldung über einen brennenden Müllcontainer am Eingang P7 ein. Die Wiesnwache und der Direktionsdienst Großveranstaltung fuhren zu dem Brandereignis. Zur Absicherung des Wiesnbetriebs wurden weitere Kräfte in den Behördenhof nachgeführt. In einem Müllpresscontainer war ein Brand ausgebrochen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten diesen mit Schaum und dem Cobra-Löschsystem ab. Im Nachgang wurde der Brandcontainer vom Festgelände entfernt. Es waren keine Besucherinnen und Besucher gefährdet. Dennoch kann man die Fahrzeuge der Feuerwehr glücklicherweise überwiegend bei der Objektkunde vor der täglichen Wiesnöffnung auf dem Gelände sehen.
Die Zahlen des öffentlichen Rettungsdienstes lassen sich mit den Zahlen der Vorjahre vergleichen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 886 (2024: 966; 2025: 1010) Einsätze des Rettungsdienstes erfasst. Hiervon sind 70 (2024: 70; 2025: 88) Einsätze mit Notarztbeteiligung gelaufen. Unter anderem waren die Notarztbesatzungen bei den medial bekannten Einsätzen (tödlicher Unfall Fahrgeschäft und Reanimation im Zelt) beteiligt. Lediglich 9 (2024: 7; 2025: 7) Patientinnen und Patienten wurden zur weiteren Behandlung von der Sanitätsstation durch den öffentlichen Rettungsdienst in Münchner Kliniken weiterverlegt.
Wie gewohnt lief die Zusammenarbeit mit den allen Beteiligten problemfrei ab. Hier kann man die mit den Sicherheitsbehörden abgestimmten Maßnahmen im Bereich des Crowd Managements erwähnen, die nach Einschätzung der Feuerwehr bislang sehr gut funktioniert haben.
Insgesamt kann von Seiten der Feuerwehr bisher von einer ruhigen Wiesn gesprochen werden.
(pyz)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Pressekontakt: Feuerwehr München Pressestelle Telefon: 089 / 2353 31311 (Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 15:00 Uhr, Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr) E-Mail:
[email protected]Internet: www.feuerwehr-muenchen.de Twitter: www.twitter.com/BFMuenchen Facebook: www.facebook.com/feuerwehr.muenchen/ LinkedIn: www.linkedin.com/company/feuerwehrmuenchen Instagram: www.instagram.com/feuerwehrmuenchen/
Original-Content von: Feuerwehr München, übermittelt durch news aktuell