Lüchow-Dannenberg (ots) -
SG Gartow/Lk. Lüchow-Dannenberg (ls) Am Mittwochabend, den 15. Juli 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Gartow um 19:50 Uhr mit dem Einsatzstichwort "WB 3 - Rauchentwicklung im Wald" in den Bereich Wirl im Gartower Forst alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule über dem Wald erkennbar.
Nach einer ersten Erkundung konnte der Brandherd lokalisiert werden. Betroffen war eine rund 5.000 Quadratmeter große Fläche eines Kiefernwaldes nahe der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Aufgrund der aktuellen Trockenheit und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr stand zunächst die schnelle Eindämmung des Feuers im Vordergrund. Durch das koordinierte Vorgehen der eingesetzten Kräfte konnte eine weitere Ausbreitung auf angrenzende Waldflächen verhindert werden.
Die Brandbekämpfung erfolgte unter anderem mit Löschrucksäcken, D-Rohren in Kombination mit speziellen Waldbrandschläuchen sowie verschiedenen Handwerkzeugen, darunter Feuerpatschen, Waldbrandhacken und Spaten. Löschrucksäcke sind tragbare Wasserbehälter, die auf dem Rücken getragen werden und mithilfe einer Handpumpe eine gezielte Wasserabgabe ermöglichen. Sie eignen sich besonders für unwegsames Gelände, in dem größere Löschfahrzeuge oder Schlauchleitungen nur schwer eingesetzt werden können.
Ergänzend kamen leichte D-Rohre mit Waldbrandschläuchen zum Einsatz. Diese ermöglichen eine punktgenaue Brandbekämpfung bei gleichzeitig geringem Wasserverbrauch. Mit Feuerpatschen wurden kleinere Bodenfeuer und Flammen durch das Unterbrechen der Sauerstoffzufuhr bekämpft. Waldbrandhacken und Spaten dienten dazu, den Waldboden aufzubrechen, Glutnester freizulegen und brennendes Material auseinanderzuziehen. Durch die Kombination dieser Löschmittel und Handwerkzeuge konnte der Brand auch in schwer zugänglichen Bereichen effektiv bekämpft werden.
Nach der Eindämmung des Feuers begannen umfangreiche Nachlöscharbeiten. Glutnester wurden freigelegt, auseinandergezogen und gezielt abgelöscht. Gerade bei Waldbränden können sich Glutreste über Stunden im Waldboden, in der Humusschicht oder im Wurzelwerk halten und später erneut aufflammen. Deshalb wurde die gesamte Brandfläche sorgfältig kontrolliert und wiederholt bewässert, um ein Wiederaufflammen sicher auszuschließen.
Während des laufenden Einsatzes erfolgte um 22:18 Uhr eine Nachalarmierung weiterer Einsatzkräfte zum Personalaustausch, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrangehörigen während der lang andauernden Löscharbeiten sicherzustellen. Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Einsatz. Neben den Feuerwehren der Samtgemeinde Gartow waren auch die Feuerwehren Lemgow und Trebel aus der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) sowie die Feuerwehren Arendsee, Schrampe/Zießau, Ziemendorf und Kläden aus Sachsen-Anhalt im Einsatz. Für die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte war zudem ein Rettungswagen (RTW) der DRK-Bereitschaft vor Ort. Durch die enge länderübergreifende Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnte der Brand erfolgreich eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Für die Feuerwehren aus der Samtgemeinde Gartow endete der Einsatz erst in den frühen Morgenstunden gegen 02:30 Uhr.
Zur Brandursache macht die Feuerwehr keine Angaben. Die Ermittlungen hierzu werden durch die Polizei geführt.
Die Freiwillige Feuerwehr Gartow bedankt sich bei allen beteiligten Feuerwehren aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie bei der DRK-Bereitschaft für die hervorragende Zusammenarbeit. Der Einsatz hat erneut gezeigt, wie wichtig eine gute länderübergreifende Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Einsatzbewältigung ist.
Hinweis: Die derzeitige Trockenheit sorgt für eine hohe Waldbrandgefahr. Bereits kleinste Zündquellen, etwa weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder heiße Fahrzeugteile auf trockenem Untergrund, können einen Waldbrand auslösen. Die Freiwillige Feuerwehr Gartow bittet daher alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, besondere Vorsicht walten zu lassen, die geltenden Verhaltensregeln im Wald zu beachten und Rauchentwicklungen oder Brände unverzüglich über den Notruf 112 zu melden.
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Freiwillige Feuerwehr Gartow Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Lilly Schneider, Pressesprecherin ✉
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