Ludwigsburg (ots) -
Ludwigsburg, 08.11.2026 - Ein Brand auf einem Vereinsgelände im Ludwigsburger Stadtteil Pflugfelden hat am Samstagabend einen größeren Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Dabei stand ein Vereinsgebäude auf einer Fläche von rund 30 x 30 Metern in Vollbrand. Der Feuerwehr gelang es, etwa 90 Tiere aus den brennenden beziehungsweise unmittelbar gefährdeten Bereichen zu retten.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg wurden am 07.11.2026 um 22:00 Uhr über die Integrierte Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg zu einem gemeldeten Brand nach Pflugfelden alarmiert. Bereits während der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Vereinsgebäude bereits in voller Ausdehnung in Brand.
Umgehend leiteten die Einsatzkräfte einen umfassenden Löschangriff ein. Hierzu kamen mehrere handgeführte Löschrohre sowie ein weiteres Löschrohr über die Drehleiter zum Einsatz.
Rettung der Tiere hat hohe Priorität
Parallel zu den Löscharbeiten lag ein besonderes Augenmerk auf der Rettung der im Gebäude untergebrachten Tiere. Mithilfe von Hand- und Brechwerkzeugen sowie Bolzenschneidern öffneten die Einsatzkräfte Gitter und Käfige, um die Tiere zu befreien. Die geretteten Tiere wurden anschließend in freien Boxen auf dem Gelände untergebracht.
Insgesamt konnten durch die Feuerwehr rund 90 Tiere gerettet werden. Ein hinzugezogener Tierarzt begutachtete die Tiere vor Ort und verschaffte sich einen Überblick über deren Zustand.
Umfangreiche Kräfte und besondere Herausforderungen bei der Wasserversorgung
Bereits nach dem Eintreffen des ersten Führungsdienstes wurden aufgrund der Lage weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Zusätzlich kam die Drohnengruppe des Landkreises Ludwigsburg zum Einsatz.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Da sich die örtlichen Gegebenheiten als schwierig erwiesen, wurden zusätzliche wasserführende Fahrzeuge und Komponenten zur Einsatzstelle beordert. Darunter befanden sich ein Tanklöschfahrzeug, ein Abrollbehälter Löschwasser sowie eine Wasserförderkomponente. Dadurch konnte die Löschwasserversorgung für die umfangreichen Löscharbeiten sichergestellt werden.
Nach rund zwei Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Im Anschluss waren jedoch umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Hierfür kamen zahlreiche Einsatzkräfte unter Atemschutz zum Einsatz, um verbliebene Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Als besonders hilfreich erwies sich dabei die eingesetzte Drohne der Drohnengruppe des Landkreises Ludwigsburg. Mithilfe der Wärmebildtechnik konnten Glutnester aus der Luft lokalisiert werden.
Um ein erneutes Aufflammen des Feuers auszuschließen, stellte die Feuerwehr Ludwigsburg im Anschluss an die Löscharbeiten eine Brandwache. Diese blieb bis in die frühen Morgenstunden vor Ort, um die Brandstelle regelmäßig zu kontrollieren und bei einem möglichen Wiederaufflammen des Feuers unmittelbar eingreifen zu können.
Keine Verletzten - weitere Einsätze während der Brandbekämpfung
Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Zwei Personen wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst betreut, eine medizinische Versorgung war jedoch nicht erforderlich.
Während die Einsatzkräfte in Pflugfelden gebunden waren, wurde die Hauptfeuerwache durch ehrenamtliche Kräfte nachbesetzt, um die Einsatzbereitschaft für das Stadtgebiet weiterhin sicherzustellen. In diesem Zeitraum kam es zu drei weiteren Paralleleinsätzen.
Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Feuerwehr Ludwigsburg war mit 24 Fahrzeugen und 110 Einsatzkräften für rund acht Stunden im Einsatz. Ebenfalls vor Ort war der Rettungsdienst, Einheiten des Bevölkerungsschutzes sowie die Polizei.
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