Bremen (ots) -
Rund um die Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen haben Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Einsatzbereitschaft deutlich erhöht. So konnten sie bei einzelnen Einsatzlagen schnell reagieren. Insgesamt prägte ein normales Einsatzaufkommen das lange Wochenende. Sehr gutes Feedback erfuhren Feuerwehr und Jugendfeuerwehr für ihre Teilhabe an der Blaulichtmeile.
Philipp Heßemer, Leiter der Feuerwehr, betont: "Ich finde das Engagement in der Vorbereitung der Veranstaltung und jetzt besonders auch die unermüdliche Einsatzbereitschaft über die drei Tage extrem bemerkenswert. Von den Akteuren in den Koordinierungsstäben über die Einsatzkräfte in Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und in den Freiwilligen Feuerwehren bis hin zu den Jugendfeuerwehr-Mitgliedern war das wirklich eine herausragende Leistung. Und natürlich bin ich auch froh, dass alles so friedlich und ohne erhebliche Einsatzlagen geblieben ist."
Seit über einem Jahr liefen die Vorbereitungen in der Feuerwehr Bremen, mit deutlich steigender Intensität in den letzten Wochen. Vom Freitag, 2. Oktober, um 7:00 Uhr bis Sonntag, 4. Oktober, zirka 23:00 Uhr stellten Feuerwehr und Rettungsdienst dann eine deutlich höhere Einsatzbereitschaft, eine breite unterstützende Logistik und eine verlässliche Stabsstruktur sicher. Insbesondere in den Bereichen Technik und Logistik wird nun auch die Nachbereitung noch einige Tage die Kräfte fordern.
Feuerwehr breit aufgestellt
Die tägliche Stärke der Feuerwehr von rund 120 Kräften in den unterschiedlichsten Funktionen verdoppelte sich in dieser Sonderlage: Das Personal in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle und im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr wurde aufgestockt, mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren und Sondereinheiten für mögliche Gefahrguteinsätze waren in ständiger Bereitschaft, ein Koordinierungsstab arbeitete an allen drei Tagen durch. Feuerwehrbeamt:innen und Freiwillige Feuerwehrleute brachten sich in der Verpflegung von Einsatzkräften, bei Fahrdiensten und in der Kommunikationstechnik ein. An der Bremischen Bürgerschaft und auf dem Osterdeich, am östlichen Ende des Bürgerfestes, richtete die Feuerwehr mobilen Wachen ein.
Zu relevanten Feuerwehr-Einsätzen in den Veranstaltungsbereichen kam es glücklicherweise nicht. Jedoch zahlte sich die Präsenz mit einem Boot auf der Weser zwei Mal aus. Am Samstagnachmittag waren die Einsatzkräfte mit dem Mehrzweckboot ersteintreffend bei einer Reanimation auf der Weserpromenade unterhalb der Tiefer. Durch die generell erhöhte Einsatzbereitschaft konnte die Feuerwehr auch einige Parallellagen am Wochenende bewältigen, ohne dass dies Auswirkungen auf die für den Tag der Deutschen Einheit geplanten Einheiten hatte. Nennenswert war der Brand in einem Entsorgungsbetrieb im Bereich Industriehäfen, der die Einsatzkräfte am Samstag über mehrere Stunden forderte:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/130368/6364202. An allen drei Tagen rückte die Feuerwehr zu insgesamt rund 190 Lösch- und Hilfeleistungseinsätzen im Stadtgebiet aus.
Enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst
Die Leistungserbringer im Stadtbremischen Rettungsdienst - Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Arbeiter Samariter Bund und Feuerwehr - bewältigten die Sonderlage über die drei Tage Hand in Hand und in enger Zusammenarbeit mit dem Koordinierungsstab der Feuerwehr. Auch im Rettungsdienst konnte, gemessen an den zahlreichen Aktionen im Stadtgebiet und an den großen Besuchendengruppen, ein normales Einsatzaufkommen verzeichnet werden. 27 direkte Rettungsdienst-Einsätze waren es in den drei Tagen mit Bezug zur Sonderlage Tag der Deutschen Einheit. Zum Vergleich: zu rund 775 Einsätze kam es in diesem Zeitraum im gesamten Stadtgebiet.
Oliver Iden, Projektleiter der Feuerwehr Bremen, bilanziert die "Sonderlage Tag der Deutschen Einheit" rundum positiv: "Für Rettungsdienst und Feuerwehr war die enge Abstimmung insbesondere mit der Polizei und der Veranstaltungsleitung über die drei Tage ein echtes Erfolgsrezept. Unsere Vorplanungen und die erhöhte Einsatzkräfte-Vorhalte haben sich als sehr wertvoll herausgestellt. Zudem haben wir wieder wichtige Erkenntnisse für künftige Großveranstaltungen und Sonderlagen in Bremen gewinnen können."
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