Bremen-Altstadt (ots) -
Ein Büro- und Geschäftsgebäude in der Martinistraße in der Bremer Altstadt wurde bei einem Dachstuhlbrand erheblich beschädigt. Das Feuer brach am Montag, den 22.06.2026, gegen Mittag aus. Ein Großaufgebot der Feuerwehr bekämpfte am ersten Tag die Flammen. In den folgenden Tagen - bis einschließlich Donnerstag, den 25.06.2026 - forderte die Einsatzlage die Feuerwehr, Polizei und weitere Gewerke und Institutionen.
Innensenatorin Dr. Eva Högl machte sich selbst vor Ort ein Bild von dem Einsatz. Sie lobte die starke Zusammenarbeit: "Allen Frauen und Männern der Feuerwehr, der Polizei und allen Beteiligten, die in diesen Tagen in der Martinistraße im Einsatz waren, danke ich sehr herzlich!", lobte die Innensenatorin. "Bei dieser Hitze, auf einem Dach, in voller Montur - das war schwere und gefährliche Arbeit. Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr haben Hand in Hand gearbeitet. Eine Werksfeuerwehr hat mit angepackt. Und Hilfe kam sogar aus Niedersachsen, von der Feuerwehr aus Lilienthal. So sieht gute Zusammenarbeit aus. Dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist, das ist ihr Verdienst. Auf unsere Feuerwehr ist immer Verlass. Mit ihrer Professionalität und Erfahrung sorgen sie für Sicherheit und schützen und retten Leben. Jeden Tag. Und deshalb verdienen sie Dank, Anerkennung und Respekt."
Am Montagmittag, um kurz nach 12 Uhr, wurde der Einsatz in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle gemeldet. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften und -mitteln rückte an. Personen waren nicht gefährdet, sodass sich die Maßnahmen auf die Brandbekämpfung konzentrierten. Über zwischenzeitlich drei Drehleitern, den Teleskopmast der Werkfeuerwehr Mercedes und mit Atemschutzkräften im Innenangriff bekämpfte die Feuerwehr den Brand.
Durch eintretendes Löschwasser drohte ein Serverraum im obersten Geschoss Schaden zu nehmen. Durch die Fachgruppe Elektro der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Strom konnten dieser ausreichend lange mit Strom versorgt werden, bis eine Abschaltung ohne Datenverlust möglich wurde. Im Nachgang konnten Feuerwehrleute Teile der IT-Ausstattung aus dem Gebäude bergen.
Die verbaute Photovoltaikanlage auf dem Dach behinderte den Löscherfolg. Immer wieder flammte der Brand auf. Wirksame Löschmaßnahmen konnten daher nur durch die Demontage der Anlagenteile erfolgen. Erst danach war ein Herankommen an weitere Glutnester möglich. Der Brand fraß sich jedoch so durch das Dämmmaterial, dass im weiteren Einsatzverlauf in Absprache mit dem Gebäudeeigentümer beschlossen wurde, den Dachstuhl von einem Abrissunternehmen abtragen zu lassen.
Diese Maßnahmen dauerten letztlich bis Donnerstagmorgen an. Unter anderem mithilfe von zwei Mobilkränen wurde das Dachmaterial abgetragen, Glutnester bereits im Dachbereich oder noch in den Schuttcontainern gelöscht. Am Donnerstagmorgen konnten diese Maßnahmen weitgehend abgeschlossen werden, die letzten Sicherungsmaßnahmen am Gebäude eingeläutet werden.
Im Einsatz waren am Montag bis zu 120 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr. Im weiteren Einsatzverlauf waren fast Einheiten fast aller Freiwilliger Feuerwehren und auch Einheiten aller Feuer- und Rettungswachen eingebunden. Am Dienstag unterstützte auf die Freiwillige Feuerwehr Lilienthal den Einsatz in der Martinistraße - mit ihrer Drohnen- und Führungsunterstützungskomponente.
Aufgrund der Hitzebelastung galt es, das eingesetzte Personal immer wieder auszutauschen und die Belastungen der Einsatzkräfte zu steuern.
In den nächsten Tagen wird es noch zu Kontrolleinsätzen am Gebäude kommen.
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