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FW-EN: Viele sturmbedingte Einsätze für die Feuerwehr Schwelm - Evakuierung eines ICE konnte verhindert werden

04.08.2026
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FW-EN: Viele sturmbedingte Einsätze für die Feuerwehr Schwelm - Evakuierung eines ICE konnte verhindert werden
Schwelm (ots) -

Ein einsatzreicher Abend und eine kurze Nacht liegen hinter der Feuerwehr Schwelm. Innerhalb von weniger als 12 Stunden mussten die Einsatzkräfte insgesamt 14 Einsätze bewältigen. Neben mehreren technischen Hilfeleistungen und einer ausgelösten Brandmeldeanlage sorgte insbesondere das Sturmtief für zahlreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet. Der längste Einsatz der Nacht war ein liegengebliebener ICE mit 132 Fahrgästen, dessen Evakuierung nach intensiver Lagebewertung letztlich vermieden werden konnte.

Den ersten Einsatz des Nachmittags verzeichnete die Feuerwehr um 16:46 Uhr in der Untermauerstraße. Dort befand sich eine verletzte Taube unter einem geparkten Fahrzeug. Das Tier wurde von den Einsatzkräften eingefangen und anschließend dem zuständigen Ordnungsamt übergeben. Der Einsatz konnte gegen 17:15 Uhr beendet werden. Hier waren zwei hauptamtliche Einsatzkräfte im Einsatz.

Bereits um 17:35 Uhr wurde die Feuerwehr auf einen Motorroller aufmerksam, der im Bereich der Feuerwache Kraftstoff verlor. Das auslaufende Benzin wurde aufgefangen und die Polizei zur Einleitung weiterer Maßnahmen verständigt. Der Einsatz endete um 18:21 Uhr. Eingesetzt waren zwei hauptamtliche Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug.

Um 20:26 Uhr wurden die hauptamtliche Wachbesatzung sowie erstmals an diesem Tag auch die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr in die Augustastraße alarmiert. Dort hatte ein CO-Melder im Bereich einer Gastherme ausgelöst. Ein Trupp unter Atemschutz stellte bei der Erkundung eine defekte Gastherme fest, die außer Betrieb genommen wurde. Anschließend wurde die Wohnung belüftet und den unverletzten Bewohnern mit der Auflage übergeben, die Heizungsanlage bis zur Überprüfung durch den Vermieter beziehungsweise eine Fachfirma nicht wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Feuerwehr Schwelm und der Rettungsdienst waren hier mit 18 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen im Einsatz. Eingesetzt waren der Löschzug Stadt, die hauptamtliche Wachbesatzung sowie der Einsatzführungsdienst. Der Einsatz konnte gegen 21:20 Uhr beendet werden.

Um 22:22 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Betrieb an der Prinzenstraße alarmiert. Bei der Kontrolle konnte kein Brandereignis festgestellt werden. Vermutlich hatte ein Defekt an einem Brandmelder die Anlage ausgelöst. Nachdem die Anlage durch den Betreiber wieder betriebsbereit gemacht worden war, konnte der Einsatz gegen 23:40 Uhr beendet werden.

Bereits wenige Minuten zuvor, um 22:16 Uhr beziehungsweise 22:18 Uhr, hatten die ersten sturmbedingten Einsätze begonnen. In der Hagener Straße drohte ein Baum auf die Bahnstrecke zu stürzen und wurde gesichert. In der Rheinischen Straße beseitigten die Einsatzkräfte lose Äste. In der Windmühlenstraße musste ein großer Ast, der auf zwei geparkte Pkw gefallen war, mit der Kettensäge entfernt werden.

In der Kaiserstraße stellte sich ein gemeldeter Baum auf einer Stromleitung als Baum auf einer Telefonleitung heraus. Da hiervon keine unmittelbare Gefahr ausging und sich der Baum auf einem Privatgrundstück befand, wurde die Einsatzstelle an den Verantwortlichen übergeben. Im Freiherr-von-Hövel-Weg genügte eine Absicherung eines umgestürzten Baumes mit Absperrband.

Auf dem Weg zu einem weiteren Einsatz in der Märkischen Straße mussten die Einsatzkräfte zunächst zahlreiche Äste in der Nordstraße beseitigen, um überhaupt zur eigentlichen Einsatzstelle gelangen zu können. Anschließend wurde in der Märkischen Straße eine umgestürzte Birke zersägt und von der Fahrbahn entfernt. Weitere Bäume und größere Äste mussten in der Moltkestraße sowie in der Markgrafenstraße von geparkten Fahrzeugen entfernt werden.

Zwischen den Einsätzen räumten die Einsatzkräfte immer wieder lose Äste von Fahrbahnen oder richteten umgestürzte Absperrungen an Baustellen wieder auf, um weitere Gefahren zu verhindern.

Der vorerst letzte Unwettereinsatz für den 03.08. konnte gegen 23:30 Uhr beendet werden. Bei den sturmbedingten Einsätzen sowie der ausgelösten Brandmeldeanlage waren insgesamt rund 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen im Dauereinsatz. Eingesetzt waren der Löschzug Stadt, die hauptamtliche Wachbesatzung sowie der Einsatzführungsdienst.

Die Nachtruhe währte jedoch nur kurz. Gegen 00:30 Uhr wurde die Feuerwehr erneut alarmiert. Die Deutsche Bahn meldete einen ICE mit 132 Fahrgästen, der im Bereich Nordstraße/Hagener Straße aufgrund von Baumteilen auf der Oberleitung zum Stillstand gekommen war. Da sich sowohl vor als auch hinter dem Zug Hindernisse auf der Strecke befanden, wurde zunächst eine Evakuierung der Reisenden in Betracht gezogen.

Der Einsatzleiter verschaffte sich einen Überblick über die Lage. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren alle Fahrgäste wohlauf und wurden durch das Zugpersonal mit Getränken versorgt. Gleichzeitig befand sich bereits ein Instandhaltungstrupp der Deutschen Bahn auf der Anfahrt, der die Strecke kontrollieren und von weiteren Ästen und Bäumen befreien sollte.

Parallel prüfte die Feuerwehr verschiedene Möglichkeiten einer Räumung. Da sämtliche Optionen mit einem erhöhten Verletzungsrisiko für die Fahrgäste verbunden gewesen wären, entschieden sich Feuerwehr und Notfallmanagement der Deutschen Bahn gemeinsam dafür, zunächst die Instandsetzungsarbeiten abzuwarten.

Diese dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Erst gegen 03:40 Uhr konnte der ICE seine Fahrt fortsetzen, sodass eine Evakuierung nicht mehr erforderlich war. Die Feuerwehr Schwelm und der Rettungsdienst waren bei diesem Einsatz mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort. Eingesetzt waren neben der hauptamtlichen Wachbesatzung der Löschzug Stadt sowie der Einsatzführungsdienst. Nach dem Einrücken konnte der Einsatz gegen 03:50 Uhr beendet werden.

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