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FW Düren: Feuerwehr Düren baut psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte aus

05.07.2026
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FW Düren: Feuerwehr Düren baut psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte aus
Düren (ots) -

Erste Peer-Ausbildung für Feuerwehr und Rettungsdienst abgeschlossen - Kooperation mit dem Kirchenkreis Jülich

Die Feuerwehr der Stadt Düren hat den Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte weiter ausgebaut. Auf der Feuer- und Rettungswache Düren wurde dazu erstmals eine Peer-Ausbildung für Angehörige der Feuerwehr durchgeführt. Die Ausbildung fand in Kooperation zwischen der Feuerwehr der Stadt Düren und dem Kirchenkreis Jülich statt. Unter dem Leitgedanken "Auch Helfer brauchen Hilfe. Stärke zeigt sich nicht im Aushalten, sondern im Annehmen." wurden Einsatzkräfte auf eine zusätzliche Aufgabe in der kameradschaftlichen Unterstützung vorbereitet. Alle Löschgruppen der Feuerwehr Düren konnten Teilnehmende zu dem Lehrgang entsenden. PSNV-E steht für Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Sie umfasst präventive, einsatzbegleitende und nachsorgende Unterstützung für Feuerwehr- und Rettungsdienstangehörige, die mit belastenden Einsatzsituationen konfrontiert werden. Ziel ist es, Belastungsreaktionen frühzeitig zu erkennen, erste Unterstützung anzubieten und bei Bedarf an psychosoziale Fachkräfte oder weitere Hilfsangebote zu vermitteln. Ein "Peer" ist dabei eine gleichrangige Ansprechperson aus den Reihen der Einsatzkräfte. Peers bringen eigene Einsatzerfahrung mit und werden dafür geschult, Kameradinnen und Kameraden sowie Kolleginnen und Kollegen in belastenden Situationen niedrigschwellig zu unterstützen. Sie übernehmen keine therapeutische Aufgabe, sondern bieten eine vertrauliche erste Anlaufstelle innerhalb der Organisation. Die Ausbildung umfasste vier Module mit mehr als 30 Unterrichtseinheiten. Im Mittelpunkt standen Grundlagen der PSNV-E, der Umgang mit Belastungsreaktionen, Kommunikation, Stressbewältigung sowie Rolle und Grenzen der Peer-Arbeit. Praktische Übungen und Fallbeispiele bereiteten die Teilnehmenden auf ihre spätere Aufgabe vor. Die Ausbildung wurde durch die PSNV-E Teamleiterin der Feuerwehr Düren, Beatrix Banik, und Christian Heinze-Tydecks vom Kirchenkreis Jülich fachlich vollständig ausgearbeitet und durchgeführt. Mit dem Abschluss der ersten Peer-Ausbildung wurde zugleich die Teamleitung des PSNV-E-Teams der Feuerwehr Düren ernannt. Diese Aufgabe übernehmen Beatrix Banik und Richard Bergsch. Sie koordinieren künftig die weitere fachliche und organisatorische Entwicklung des Teams, die Einbindung der ausgebildeten Peers sowie den weiteren Ausbau der Unterstützungsstrukturen innerhalb der Feuerwehr. Beatrix Banik erklärt: "Ich freue mich sehr, dass wir unsere Kameradinnen und Kameraden künftig mit einem starken PSNV-E-Team unterstützen können." Christian Heinze-Tydecks betont: "Einsatzkräfte erleben immer wieder Situationen, die weit über das hinausgehen, was Menschen im Alltag bewältigen müssen. Umso wichtiger ist es, dass innerhalb der eigenen Organisation verlässliche Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Die Teilnehmenden haben sich mit großer Offenheit, Ernsthaftigkeit und persönlichem Engagement auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Besonders wertvoll war in dieser Ausbildung die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Kirche. Die Verbindung der einsatzpraktischen Expertise der Feuerwehr mit den langjährigen Erfahrungen des Kirchenkreises Jülich in Seelsorge und psychosozialer Begleitung hat sich als außerordentlich gewinnbringend erwiesen. Unterschiedliche fachliche Perspektiven ergänzen sich hier auf ideale Weise und schaffen eine tragfähige Grundlage für die Unterstützung von Einsatzkräften in belastenden Situationen. Damit leisten die neuen Peers einen wichtigen Beitrag zu einer Kultur der gegenseitigen Fürsorge und Wertschätzung in der Feuerwehr." Mit dem Abschluss des Lehrgangs stehen Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Düren nun zusätzliche Peers für die psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften zur Verfügung. Der Leiter der Feuerwehr, Patric Ramacher, betont: "Unsere Einsatzkräfte übernehmen täglich Verantwortung für andere Menschen. Dabei erleben sie auch Situationen, die fachlich anspruchsvoll und menschlich belastend sein können. Umso wichtiger ist es, innerhalb der Feuerwehr verlässliche Strukturen zu haben, in denen Belastungen frühzeitig wahrgenommen und angesprochen werden können. Psychosoziale Unterstützung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil einer professionellen und verantwortungsvollen Einsatzorganisation." Ramacher dankte den Teilnehmenden für ihre Bereitschaft, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen. "Die neuen Peers leisten künftig einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kameradinnen und Kameraden sowie Kolleginnen und Kollegen in belastenden Situationen niedrigschwellig, vertraulich und fachlich vorbereitet Unterstützung finden. Damit stärken wir die Fürsorge, die Einsatzfähigkeit und den Zusammenhalt innerhalb unserer Feuerwehr." Sein Dank galt zugleich Beatrix Banik und Christian Heinze-Tydecks für die fachliche Vorbereitung und Durchführung der Ausbildung sowie allen Beteiligten, die den Lehrgang organisatorisch und administrativ unterstützt haben. Der Aufbau des Bereichs PSNV-E soll fortgesetzt werden. Weitere Qualifizierungen in diesem Aufgabenfeld sind vorgesehen, um die Unterstützungsstrukturen innerhalb von Feuerwehr und Rettungsdienst dauerhaft zu stärken.

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