Dresden (ots) -
Die Feuerwehr Dresden verzeichnet in den vergangenen Wochen zahlreiche Einsätze durch umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste und gibt Hinweise zum richtigen Verhalten.
Die Feuerwehr Dresden wurde am 27. August 2026 um 17:13 Uhr zu einem umgestürzten Baum in den Blüherpark alarmiert. Im Bereich eines Fußweges war ein massiver Baum mitsamt Teilen seines Wurzelwerks umgestürzt. Dabei wurden weitere Bäume getroffen, in deren Kronen abgebrochene Äste hängen geblieben waren. Ein Passant war von Ästen getroffen und verletzt worden. Der Rettungsdienst versorgte den Mann (31) und brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Da aufgrund einer Sprachbarriere und des gesundheitlichen Zustands des Verletzten zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, ob er allein unterwegs gewesen war, mussten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass sich möglicherweise weitere Personen im Gefahrenbereich befunden haben könnten. Die Feuerwehr kontrollierte deshalb den gesamten Bereich des umgestürzten Baumes sorgfältig. Unter entsprechenden Sicherungsmaßnahmen wurden Äste und Laub entlang des Stammes entfernt, um ausschließen zu können, dass weitere Personen darunter geraten waren. Dafür ergaben sich keine Hinweise.
Eine für Arbeiten an Bäumen fachkundige Einsatzkraft beurteilte zudem die Standsicherheit der betroffenen Bäume sowie die Gefahr durch weiterhin in den Baumkronen hängende Äste. Der gefährdete Bereich wurde durch die Polizei abgesperrt. Nach Abschluss der Maßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.
Insgesamt waren zwölf Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Altstadt im Einsatz.
53 Alarmierungen seit Anfang Juli
Der Einsatz im Blüherpark ist nicht der einzige Einsatz dieser Art in den vergangenen Wochen. Seit dem 1. Juli wurde die Feuerwehr Dresden zu insgesamt 53 Einsätzen alarmiert, bei denen Bäume umgestürzt oder Äste herabgestürzt waren. Hinzu kommen Alarmierungen, bei denen ein Tätigwerden der Feuerwehr nach der Erkundung vor Ort nicht erforderlich war. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 rückte die Feuerwehr Dresden zu 134 Einsätzen aus, bei denen Gefahren durch umgestürzte Bäume oder herabgestürzte Äste beseitigt werden mussten. Insbesondere Gewitter, Starkregen und Sturm können dazu führen, dass Bäume umstürzen oder Äste abbrechen. Entsprechende Wetterlagen traten auch in den vergangenen Wochen wiederholt auf und können insbesondere während der Sommermonate zeitweise zu einer Häufung solcher Einsätze führen. Ob die Situation in diesem Jahr außergewöhnlich ist und welchen Einfluss beispielsweise Trockenheit, der Zustand einzelner Bäume oder andere Faktoren haben, kann aus den Einsatzdaten der Feuerwehr nicht abgeleitet werden. Eine fachliche Bewertung der Ursachen obliegt den für den Baumbestand zuständigen Stellen.
Vorsorge treffen und Gefahrenbereiche meiden
Die Feuerwehr Dresden empfiehlt, Unwetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen und sich bei angekündigtem Sturm oder schweren Gewittern frühzeitig auf die Wetterlage einzustellen. Insbesondere sollten Bürgerinnen und Bürger:
- Wälder, Parks und baumbestandene Bereiche während eines Sturms oder schweren Gewitters möglichst meiden. - Auch nach einem Unwetter aufmerksam bleiben. Abgebrochene oder angebrochene Äste können in Baumkronen hängen und noch längere Zeit später herabfallen. - Abgesperrte Bereiche nicht betreten. Absperrungen dienen dem Schutz vor Gefahren, die auf den ersten Blick möglicherweise nicht erkennbar sind. - Bei Sturm möglichst geschützte Gebäude aufsuchen und Fenster sowie Türen geschlossen halten. - Lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen oder Grundstücken rechtzeitig sichern. - Aktuelle Wetterwarnungen und behördliche Informationen beachten. - Bei einer akuten Gefahr für Menschen oder bei einem Unfall den Notruf 112 wählen. Notrufleitungen sollten jedoch nicht für allgemeine Auskünfte oder die Meldung ungefährlicher Situationen genutzt werden.
Wer nach einem Sturm beschädigte Bäume, abgebrochene Äste oder einen deutlich veränderten Schiefstand eines Baumes feststellt, sollte den Gefahrenbereich nicht betreten und die zuständige Stelle beziehungsweise bei einer akuten Gefahr die Einsatzkräfte informieren.
Weitere Hinweise zur Eigenvorsorge und zum richtigen Verhalten bei Sturm stellt die Landeshauptstadt Dresden auf ihrer Themenseite "Sturm" zur Verfügung.
Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Dresden Pressestelle Feuerwehr Dresden Michael Klahre Telefon: 0351/8155-295 Mobil: 0160-96328780 E-Mail:
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