Düsseldorf (ots) -
Nach elf Tagen endet der Einsatz des deutschen EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in Serbien. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Düsseldorf, Bonn, Leverkusen und Königswinter kehrten am Dienstag, 1. September, an ihre Heimatstandorte zurück. Seit ihrer Ankunft im Einsatzgebiet am 24. August unterstützten die deutschen Kräfte die serbischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände im rund 30.000 Hektar umfassenden Naturschutzgebiet "Deliblatska Pescara" östlich von Belgrad.
Unmittelbar nach der Ankunft wurde das deutsche Modul aufgrund der hohen Brandaktivität in den Einsatz eingebunden. In den darauffolgenden Tagen waren die beiden Waldbrandbekämpfungsteams im Tag- und Nachtschichtbetrieb an unterschiedlichen Einsatzstellen tätig. Zu ihren Aufgaben gehörten die Bekämpfung von Bodenfeuern, die Sicherung und Kontrolle von Brandschneisen, Nachlöscharbeiten sowie der Schutz besonders gefährdeter Bereiche und Objekte. Aufgrund des sandigen, dicht bewachsenen und teilweise nur schwer zugänglichen Geländes kamen dabei insbesondere die geländegängigen Löschfahrzeuge, Löschrucksäcke, Handwerkzeuge und umfangreiche Schlauchleitungen zum Einsatz.
Im Verlaufe des Einsatzes ließ die Brandaktivität nach, sodass sich auch der Schwerpunkt des Einsatzes verlagerte. Aufgaben waren zunehmend die Suche nach verbliebenen Glutnestern und die Kontrolle von Übergangsbereichen zwischen verbrannter und unverbrannter Fläche im Gelände. Durch die Ablösung der Einsatzkräfte konnte auch während dieser Einsatzphase eine kontinuierliche Präsenz vor Ort sichergestellt werden.
Auch der Einsatz von Lufteinheiten sowie die dazugehörige Abstimmung mit den Einsatzkräften am Boden gehörten zu diesem Einsatz. Unter Führung der serbischen Einsatzleitung wurden gemeinsam mit den internationalen Einheiten gezielte Löschwasserabwürfe aus der Luft durchgeführt. Kritische Bereiche konnten durch die Einsatzkräfte am Boden an die eingesetzten Luftfahrzeuge übermittelt werden.
Gleichzeitig wurden Beobachtungen aus der Luft unmittelbar an die Einheiten im Einsatzgebiet weitergegeben. Auf diese Weise konnten neue Rauchentwicklungen und mögliche Entstehungsbrände gezielt überprüft und bei Bedarf bekämpft werden.
Nach elf intensiven Einsatztagen endet damit die Unterstützung des deutschen EU-Waldbrandmoduls in Serbien. Die ausschließlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf erreichten im Laufe des Dienstages wieder die Landeshauptstadt. Im Anschluss erfolgten die Überprüfung und Reinigung der mitgeführten Fahrzeuge. Inzwischen ist die Einsatzbereitschaft wieder vollständig hergestellt.
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