Arnsberg (ots) -
Auf dem Gelände eines Waldgebiets zwischen Arnsberg-Herdringen und Sundern-Hövel kamen am vergangenen Samstagnachmittag, dem 10.10.2026, die Einheiten Herdringen, Hüsten und Müschede zu einer Waldbrandübung zusammen. Unterstützt wurden sie durch die Drohnenstaffel der Arnsberger Feuerwehr, durch ein Wechselladerfahrzeug der Hauptwache Arnsberg und durch einen sogenannten Spülwagen der Stadtwerke Arnsberg, welcher bis zu 12.000 Liter Wasser zur Einsatzstelle liefern kann.
Um die Einsatzübung möglichst realistisch ablaufen zu lassen, starteten die einzelnen Einheiten von ihren Standorten, nachdem sie durch den Einsatzleitwagen des Löschzugs Herdringen per Funk alarmiert worden waren. So kamen die einzelnen Fahrzeuge versetzt an der Einsatzstelle an und wurden durch den Zugführer an den jeweiligen Stellen im Wald eingesetzt.
Flächenbrandbekämpfung und lange Wegstrecke durch ersten Löschzug
Die ersten Kräfte am Einsatzort waren aufgrund der kürzesten Anfahrt das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) und das Löschgruppenfahrzeug LF20 KatS der Herdringer Feuerwehr. Während das MLF zu ersten Löschversuchen in das betroffene Waldstück geordert wurde, baute die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs einen sogenannten Faltbehälter auf, welcher zum zwischenzeitlichen Speichern von Wasser vorgesehen ist. Dieser Faltbehälter wurde an der direkten Anbindung zur Landstraße L554 positioniert, um mittels Spülwagen der Stadtwerke immer wieder neu befüllt werden zu können. Eine portable Feuerlöschkreiselpumpe (PFPN) wurde zur Wasserentnahme am Wasserreservoir in Stellung gebracht.
Durch das Löschgruppenfahrzeug LF20 KatS, welches 300 Meter B-Schläuche direkt in Buchten gelegt oberhalb der Pumpe im Heck mit sich führt, wurde eine Förderleitung bis zum MLF verlegt. Die in Buchten gelegten Schläuche können bei diesem Fahrzeug direkt während der Fahrt verlegt werden, was nicht nur Zeit, sondern auch Personal einspart. Durch diese knapp 250 Meter lange Förderleitung wurden die Einsatzkräfte des MLF mit Löschwasser versorgt. Die Brandbekämpfung der betroffenen, durch Absperrband kenntlichgemachten Fläche konnte so dauerhaft sichergestellt werden.
Nachrückende Kräfte errichten Riegelstellung
Die weiteren Kräfte, welche aus Hüsten und Müschede bereits wenige Minuten nach Herdringen am Übungsort eintrafen, verlagerten ihre Kräfte in einen weiteren Waldweg oberhalb des Herdringer Steinbruchs. Dort galt es, mit neu angeschafften Kreissegmentregnern eine Riegelstellung aufzubauen. Diese Kreissegmentregner wirken wie ein Rasensprenger und sind somit in der Lage, völlig autark eine große und weite Fläche des Waldes oder der Vegetation zu bewässern und zu befeuchten - so kann eine Ausbreitungsgefahr minimiert werden.
Da es in Waldgebieten oftmals ein Problem ist, an Löschwasser zu gelangen, wurde in diesem Übungsabschnitt das Wechselladerfahrzeug der Hauptwache Arnsberg mit eingebunden. Dieses war mit dem Abrollbehälter Wasser ausgerüstet und brachte somit ebenfalls 12.000 Liter Wasser mit sich. Das Wasser des WLF´s wurde zur Einspeisung in die Kreissegmentregner genutzt.
Neben den Kreissegmentregnern beschaffte die Feuerwehr im vergangenen Sommer auch neue Löschrucksäcke, Waldbranduniformen und extra für den Waldbrand konzipierte Äxte. Diese sind auf einem Gerätewagen der Löschgruppe Müschede verlastet und wurden bei dieser Übung ebenfalls durch einen Teil der Einsatzkräfte vorgenommen. Extra abgesteckte Flächen durften und mussten mittels Axt aufgelockert und mit dem Löschrucksack abgelöscht werden. Dies sollte simulieren, wie im Ernstfall Glutnester unterhalb der obersten Erdschicht aufgespürt und abgelöscht werden können.
Unterstützung aus der Luft mittels neuer Drohne
Die im Waldgebiet befindlichen Einsatzkräfte wurden aus der Luft im gesamten Übungsverlauf durch die Kräfte der Drohnenstaffel unterstützt. Mit der neuen Drohne der Marke DJI können hilfreiche Hinweise und Daten aus der Luft direkt an die Einsatzleitung weitergegeben werden. Sogar ein direktes Livebild auf verschiedenen mobilen Endgeräten ist mittlerweile möglich, sodass jeder Abschnittsleiter dazu in der Lage ist, sich ein Bild von der Lage zu machen, ohne seinen Abschnitt zu verlassen und sich die Bilder am Einsatzleitwagen anschauen zu müssen. Die Bilder, welche durch die Drohne aufgenommen werden, dienen der Besatzung des Einsatzleitwagens dazu, ihr weiteres Vorgehen besser planen zu können. Mittels der Drohne konnten so auch genau betroffene Flächen ausgemessen werden.
Nach knapp zwei Stunden wurde bei einer kurzen Nachbesprechung zwischen allen beteiligten Kräften ein positives Resümee gezogen, wobei auch immer noch an einzelnen Stellschrauben gedreht werden kann, um effektiver und besser vorbereitet zu sein. Gerade der vergangene Sommer hat einmal mehr gezeigt, dass solche Waldbrandübungen immens wichtig sind und die Einsatzkräfte durch diese abermals besser auf das vorbereitet sind, was im Ernstfall auf sie zukommen kann.
Ein Dank gilt den Kameraden, welche diese Übung auf lange Sicht vorbereitet haben, sowie Frau Yvonne Heseler (Sachgebietsleitung Ordnung und Sicherheit bei der Stadt Arnsberg) und dem stellvertretenden Wehrführer Sascha Ricke, welche die Übung als neutrale Beobachter begleitet haben, um sich über die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden mit der neuen Ausrüstung zu informieren.
Rückfragen bitte an:
Feuerwehr der Stadt Arnsberg Alter Graben 15 59755 Arnsberg E-Mail:
[email protected] www.feuerwehr-arnsberg.de
Original-Content von: Feuerwehr der Stadt Arnsberg, übermittelt durch news aktuell