Schwalmtal (ots) -
Am Freitagmorgen wurden der Löschzug Waldniel und der Leitungsdienst der Feuerwehr Schwalmtal um 07:48 Uhr zu einem Gefahrstoffeinsatz in einem Industriebetrieb an der Galgheide alarmiert.
Nach ersten Erkenntnissen war es in dem Betrieb zu einer unbeabsichtigten Reaktion zwischen zwei chemischen Stoffen gekommen. Dabei bildeten sich vorübergehend nitrose Gase.
Der betroffene Betrieb hatte bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr erste Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen eingeleitet.
Im Zuge der Erkundung wurde der Betrieb vorsorglich vollständig geräumt und ein weiträumiger Absperrbereich eingerichtet.
Aufgrund der zunächst unklaren Gefahrstofflage erhöhte die Einsatzleitung frühzeitig den Kräfteansatz.
Neben weiteren Einheiten wurde der CBRN-Erkundungswagen des Kreises Viersen zur Einsatzstelle nachalarmiert.
Die Polizei übernahm die äußere Absperrung und sicherte den Gefahrenbereich gegen unbefugtes Betreten.
Der ebenfalls alarmierte Löschzug Amern stellte während des laufenden Einsatzes den Grundschutz für das übrige Gemeindegebiet Schwalmtal sicher. Damit war gewährleistet, dass die Feuerwehr auch für mögliche Paralleleinsätze weiterhin einsatzbereit blieb.
Zwei Personen, die sich im möglichen Einwirkungsbereich der freigesetzten Stoffe aufgehalten hatten, wurden durch den Rettungsdienst medizinisch untersucht. Zur weiterführenden Abklärung erfolgte anschließend der Transport in ein umliegendes Krankenhaus.
Zur koordinierten Bewältigung der Lage gliederte die Einsatzleitung die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte. Speziell ausgerüstete Einsatzkräfte betraten den betroffenen Bereich unter Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen.
Mithilfe besonderer Messtechnik wurden die Raumluft sowie die Umgebung des Betriebs wiederholt auf mögliche Gefahrstoffkonzentrationen kontrolliert.
Parallel zu den Messmaßnahmen errichteten weitere Einsatzkräfte vorsorglich eine Notdekontaminationsstelle und stellten den Brandschutz sicher.
Die Messungen ergaben im weiteren Einsatzverlauf nur noch geringfügige Restkonzentrationen.
Auf Grundlage der erhobenen Messwerte bestand außerhalb des abgesperrten Betriebsbereichs keine Gefährdung.
Anschließend wurde der betroffene Bereich umfassend belüftet und durch abschließende Kontrollmessungen überprüft.
Das zuständige Arbeitsschutzdezernat der Bezirksregierung Düsseldorf wurde ebenfalls in die Maßnahmen eingebunden.
Nach rund drei Stunden waren die Maßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Bewältigung der Lage beteiligt.
Die Einsatzstelle wurde anschließend an die zuständigen Verantwortlichen übergeben.
Schwalmtal, den 17. Juli 2026
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